Willkommen zurück im vierten und leider letzten Teilen der Artikelserie „Atemberaubende Diagramme“.

Ich möchte dir nochmal die Vorteile zeigen, die du durch atemberaubende Diagramme in deiner Arbeit erhältst. Neben einem besseren Informationstransfer durch die leichte Lesbarkeit, sparst du darüber hinaus noch eine Menge Zeit bei der Erstellung deiner Dateien, wenn du dich an die hier gezeigten Regeln hältst.

Bisher habe ich dir in den letzten drei Teilen eine ganze Menge an professionellen Diagrammen gezeigt.

Wenn du diese noch nicht gelesen hast, dann solltest du das nachholen. Die Artikel findest du hier:

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 1

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 2

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 3

Auch dieses Mal habe ich dir wie gewohnt, eine Übungsdatei kostenlos zur Verfügung gestellt. In der du alle Diagramme der Artikelserie findest und für dich Nutzen kannst. Die Datei findest unter folgendem Link: Übungsdatei atemberaubende Diagramme

Wasserfalldiagramm erstellen

Als erstes Diagramm möchte ich das Wasserfalldiagramm behandeln.

Ich zeige dir eine Möglichkeit wie du in wenigen Schritten ein interaktives Wasserfall Diagramm erstellen kannst.

Es gibt zwar die Möglichkeit, dass in Excel integrierte Wasserfalldiagramm zu verwenden, was wir aber aus folgenden Gründen nicht machen:

  • Das Wasserfalldiagramm ist erst ab Excel 2016 verfügbar.
  • Die Farben der Balken können nur über das Farbschema in Excel geändert werden.
  • Beschriftungen und Titel können nicht formatiert werden.
  • Beschriftungen und Titel können nicht auf eine Zelle referenziert werden.
  • Die Farbe der Verbindungslinien kann nicht angepasst werden.
  • Die Position der Datenbeschriftung kann nicht verändert werden.
  • Zusätzliche Datenreihen können nicht hinzugefügt werden.
  • Die Achsen können nicht formatiert werden.

Das integrierte Wasserfalldiagramm hat aber auch Vorteile.

  • Einfach zu erstellen. Du musst deine Daten nicht speziell aufbereiten, um das Wasserfalldiagramm zu erstellen.
  • Du kannst sehr einfach bestimmen, ob einzelne Werte Zwischen- oder Endsummen sein sollen.

Aus oben genannten Gründen bin ich kein besonders großer Freund des durch Excel zur Verfügung gestellten Wasserfalldiagramm. Schließlich geht es hier um atemberaubende Diagramme, deshalb erstellen wir unser eigenes. Und so wird es am Ende aussehen, im Vergleich zum Standard in Excel.

Atemberaubende Diagramme Wasserfall Diagramm
Atemberaubende Diagramme Wasserfall Diagramm

Datenaufbereitung für atemberaubende Diagramme

Für unser selbst erstelltes Wasserfalldiagramm benötigen wir zu den Ausgangsdaten folgende 5 Spalten.

  • „Monatswerte kumulierend“. Diese Spalte benötigen wir für die Verbindungslinien zwischen den Balken der einzelnen Monate. Hierzu werden immer die Vorhergegangenen Monate summiert.
  • „Start/ Ende“ diese Spalte benötigen wir, um die Anfangs- und Endwerte darzustellen. In diese Spalte werden einfach der Anfangs- und der Endwert übertragen.
  • In der Spalte „Davor“ werden in die einzelnen Zeilen die Werte aus den Vormonaten übertragen, es werden jedoch nur Werte in die Zeilen der Monate aus dem aktuellen Jahr übertragen.
  • In die Spalte „Danach“ kommen alle Werte der aktuellen Monate, es werden wieder nur Werte der Monate aus dem aktuellen Jahr übertragen.
  • Als Letztes kommen wir zur Spalte „Label Positionen“ in die das Maximum aus den Spalten „Davor“ und „Danach“ übertragen werden.

Damit sind wir mit der Datenaufbereitung auch schon fertig und wir können das Diagramm erstellen.

So erstellst du das Diagramm

  • Markiere alle Spalten außer die Spalte „Monatswert“.
  • Füge ein Diagramm des Typs „gruppierte Säulen“ ein.
  • Ändere die Diagrammtypen ,wie auf dem Bild ersichtlich.

Du öffnest das Dialogfeld auf folgende Art: Markiere das Diagramm –> Registerkarte Diagrammentwurf –> Gruppe Typ –> Diagrammtyp ändern

  • Ändere den Titel
  • Entferne die Legende
  • Entferne die Beschriftung der vertikalen Achse
  • Formatiere die Beschriftung der horizontalen Achse Fett und in Schriftgröße 10
  • Aktiviere für die Datenreihen „Start/ Ende“ und „Label Positionen“ die Datenbeschriftungen
  • Für die Beschriftung der Datenreihe „Label Positionen“ wähle „Wert aus Zellen“ und definiere die gesamte Spalte „Monatswerte“
  • Formatiere die Datenbeschriftung in Größe 10 und Fett.
  • Definiere für die Datenreihe „Label Positionen“, „keine Linie“ und wähle bei der Beschriftungsposition „über“.
  • Wähle eine der Datenreihen „Davor“ oder „Danach“ und aktiviere die Option „Pos./Neg. Abweichung“.
  • Wähle als Abstandsbreite der Datenreihen „Davor“ oder „Danach“ 50% und wähle „keine Linie“ für beide Datenreihen.
  • Aktiviere bei der Datenreihe „Monatswerte kumulierend“ die Fehlerindikatoren.
  • Ändere die Einstellungen auf „Plus“ und „ohne Abschluss“.
  • Entferne die Fehlerindikatoren in Y-Richtung und definiere eine um einen Ton hellere Farbe.
  • Wähle „keine Linie“ für die Datenreihe „Monatswerte kumulierend“
  • Wähle als Abstandsbreit für die Datenreihe „Start/ Ende“ auch 50% und definiere eine dem Titel entsprechende Farbe und wähle als Rahmen die gleiche Farbe wie bei den Fehlerindikatoren.
  • Wähle für die Negative Abweichung als Füllung eine rote Farbe und für die Positive Abweichung eine grüne Füllung.
  • Wähle für beide Abweichungen einen Rahmen in derselben Farbe wie die Fehlerindikatoren.
  • Wähle für die Gitternetzlinien noch „Farbverlaufslinien
  • Füge ein Textfeld eine und erstelle einen Beschreibenden Text für deine Daten.

Damit ist das Wasserfalldiagramm auch schon erstellt.

Was macht dieses Diagramm so besonders?

Die Vorteile gegenüber dem in Excel integrierten Wasserfalldiagramm haben wir schon ausführlich oben geklärt.

Jetzt möchte ich dir aber wieder aufzeigen, was gerade dieses Diagramm so besonders macht und damit zu einem professionellen Diagramm.

  • Der Hauptfokus des Diagrammes liegt auf der Präsentation der Daten.
  • Der Zweck des Diagramms ist ohne weitere Erläuterung durch den Titel erkennbar.
  • Der Titel ist eindeutig und beschreibt exakt was auf dem Diagramm zu sehen ist.
  • Schlichte Farben überfordern den Leser nicht und sind nicht zu aggressiv.
  • Die Gitternetzlinien werden nach oben hin transparenter und treten somit weiter in den Hintergrund.
  • Die Achsen sind dezent und du erhältst Auskunft über die wichtigsten Daten.
  • Die Daten oder das Ergebnis, dass uns das Diagramm präsentieren möchte werden durch andere Elemente wie Farben oder Zusatztexte unterstützt, stehen aber trotzdem noch immer im Vordergrund.
  • Mit der Farbwahl der Titel und Untertitel kann eine Verbindung zu den Diagrammelementen hergestellt werden und erübrigt so eine Legende oder weitere Beschreibungen.
  • Beschreibende Texte im Diagramm geben dem Leser wichtige Hinweise warum die Daten einen gewissen Verlauf nehmen oder was dort zu sehen ist.
  • Das Diagramm ist dynamisch gestaltet. Du musst also bei einer Datenänderung nicht zusätzlich auch das Diagramm neu formatieren.

Dynamische Abweichungen für atemberaubende Diagramme verwenden

Jetzt bin ich dir noch ein Diagramm aus dem vorherigen Teil schuldig.

Ich habe versprochen, dir zu zeigen, wie du den Pfeil für die Abweichungen aus diesem  Diagramm dynamisch gestalten kannst.

Mein Versprechen möchte ich hiermit einhalten und dir beibringen wie du dynamische Pfeile in deinen Diagrammen einsetzen kannst. Als erste Version in folgender Form, danach folgt noch eine weitere Version sei also gespannt.

Abweichungen in atemberaubende Diagramme dynamisch darstellen

Datenaufbereitung für atemberaubende Diagramme Plan-Ist Vergleich

Als Basis sind die Daten für den geplanten und erzielten Umsatz vorhanden. Davon ausgehend musst du folgende Daten berechnen.

  • „Beschriftungspos. Abweichung“ diese Spalte benötigen wir, um die Beschriftung für die Abweichungen an die richtige Position zu bringen. Hier wird einfach das Maximum aus der Spalte „PLAN“ und „IST“ ausgegeben.

Die Spalten „Positiv“ und „Negativ“ geben dann den Wert wieder, wenn die Differenz zwischen PLAN und IST entweder positiv oder negativ ist. Dazu benutzen wir folgende

Formel für Positiv: =WENN([@IST]>[@PLAN];[@IST][@PLAN];““)

Und für Negativ: =WENN([@IST]<[@PLAN];[@PLAN][@IST];““)

  • Die Spalte „Basis“ ermittelt das Minimum aus den Spalten „PLAN“ und „IST“. Auf diesen Wert setzen wir später die Balken für die Abweichungen auf. Dazu aber später mehr bei der Erstellung des Diagramms. „Beschriftung Abweichung“ ist jener Wert, der später über den Abweichungen angezeigt wird. Zur Ermittlung benötigen wir folgende Formel. Diese gibt entweder den Wert aus Spalte „Positiv“ oder „Negativ“ aus.

=WENN(ISTZAHL([@Positiv]);[@Positiv];WENN(ISTZAHL([@Negativ]);[@Negativ]*-1;““))

Zum Schluss erstellen wir noch eine Datenreihe für die Beschriftungsposition des Umsatzes des jeweiligen Monats. Dieser soll über den Daten angezeigt werden. Das machen wir in der Spalte „Beschriftungspos. Umsatz“ mit der Formel

=MAX([Beschriftungspos. Abweichung])+5000

dadurch bringen wir die Beschriftung über alle Daten.

Mehr Daten sind für das Diagramm nicht erforderlich. Jetzt kommen wir wieder zum spaßigen Teil und beginnen mit der Diagrammerstellung.

HINWEIS: Viele der folgenden Arbeitsschritte habe ich bereits in den vorherigen Artikeln im Detail beschrieben. Schau dort gerne vorbei, wenn du nicht mehr weiter weißt oder schreib mir eine Nachricht, ich helfe dir gerne so gut ich kann.

Hier findest du die anderen Artikel dieser Serie:

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 1

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 2

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 3

Hier kannst du mich kontaktieren.

So erstellst du das Diagramm PLAN-IST Vergleich

  • Markiere die Spalten „Monat“, „Beschriftungspos. Abweichung“, „Positiv“, „Negativ“, „Basis“ und „Beschriftungspos. Umsatz“.
  • Füge ein Diagramm des Typs „gestapelte Säulen“ ein.
  • Ändere die beiden Datenreihen für die Beschriftungspositionen auf den Typ „Linie“. Wähle dazu das Diagramm und folge dann Registerkarte Diagrammentwurf –> Gruppe Typ –> Diagrammtyp ändern
  • Wie du sehen wirst, beginnt die Datenreihe „Basis“ nicht auf der Horizontalen Achse. Wie der Name allerdings andeutet, sollte sie das aber. Dazu können wir ganz einfach die Reihenfolge der Datenreihen ändern. Excel ordnet diese nach der Reihenfolge unserer Daten in der Tabelle. Beginnend bei der Linken Spalte. Du kannst die Reihenfolge ändern indem du das Diagramm markierst, und dann das Dialogfeld „Datenquellen auswählen“ öffnest.

Folge dazu Registerkarte Diagrammentwurf –> Gruppe Daten –> Daten auswählen In folgendem Dialogfeld kannst du nun die gewünschte Datenreihe auswählen und dann mit den Pfeiltasten die Reihenfolge ändern.

Die Reihenfolge sollte am Ende wie folgt aussehen:

„Basis“, „Positiv“, „Negativ“, „Beschriftungspos. Umsatz“ und „Beschriftungspos. Abweichung“.

TIPP: Du kannst die Reihenfolge von Datenreihen ändern indem du das Diagramm markierst, und dann das Dialogfeld „Datenquellen auswählen“ öffnest.

Folge dazu Registerkarte Diagrammentwurf –> Gruppe Daten –> Daten auswählen

In folgendem Dialogfeld kannst du nun die gewünschte Datenreihe auswählen und dann mit den Pfeiltasten die Reihenfolge ändern.

  • Entferne die Legende.
  • Ändere den Titel und Untertitel und wähle für den Untertitel eine andere Schriftfarbe.
  • Entferne die Vertikale Achse und die Gitternetzlinien.
  • Füge bei beiden Datenreihen für die Beschriftungspositionen, Datenbeschriftungen ein.
  • Entferne bei den beiden Datenreihen auch die Linie. Öffne dazu die Datenreihenoptionen und wähle unter Füllung „keine Linie“.
  • Markiere die Datenbeschriftung der Datenreihe „Beschriftungspos. Umsatz“.
  • Wähle „Wert aus Zellen“ und wähle dann die Spalte „IST“. Damit wird der tatsächlich erzielte Umsatz als Beschriftung angezeigt. Wähle zusätzlich noch als Position „über“.
  • Formatiere die Beschriftung in Fett und in der gleichen Farbe wie den Untertitel.
  • Das gleich machen wir nun auch für die Beschriftungen der Datenreihe „Beschriftungspos. Abweichung“ nur musst du hier als Bereich, die Spalte „Beschriftung Abweichung“ wählen.
  • Formatiere die Beschriftung wieder in Fett und in Schriftgröße 10.
  • Formatiere auch die Horizontale Achsenbeschriftung in Fett und Schriftgröße 10.

TIPP: Du kannst alle Diagrammelemente bequem mittels der Befehle in der Gruppe „Schriftart“ in der Registerkarte „Start“ formatieren.

  • Markiere die Datenreihe „Basis“ und wähle in den Datenreihenoptionen eine Abstandsbreite von 50%.
  • Formatiere die Datenreihe in einem hellen grau. Wähle in derselben Farbe auch einen Rahmen.
  • Nun zur Datenreihe „Negativ“. Markiere sie und wähle „keine Füllung“ und einen hell roten Rand.
  • Genau gleich formatieren wir auch die Datenreihe „Positiv“ jedoch wählen wir die Füllung in der gleichen Farbe wie die Datenreihe „Basis“

Ich möchte hier kurz unterbrechen und dir erklären, was wir hier eigentlich machen.

Sollte dich das nicht interessieren, kannst du hier direkt mit der Erstellung des Diagrammes fortfahren. Hier geht’s weiter

Warum das Spiel mit den Datenreihen und den gestapelten Säulen?

Ziel des Diagrammes ist es, aufzuzeigen, in welchen Monaten ein Umsatzplus generiert wurde und in welchen Monaten weniger Umsatz erzielt wurde als geplant.

Dazu benutzen wir drei Datenreihen, einmal die Reihe „Basis“, einmal die Reihe „Positiv“ und einmal „Negativ“.

Die Datenreihe „Positiv“ und „Negativ“ setzen immer auf der Datenreihe „Basis“ auf.

„Positiv“ ist jener Wert, wenn der IST-Umsatz größer ist als der PLAN-Umsatz.

Daher auch die Formel in der Spalte „Positiv“:

=WENN([@IST]>[@PLAN];[@IST][@PLAN];““)

Die Formel macht folgendes. Ist der IST-Umsatz größer als der PLAN-Umsatz berechne die Differenz der beiden ansonsten gib keinen Wert zurück.

Dieses Umsatzplus stellen wir als eigene Datenreihe, auf der Datenreihe Basis dar.

Dazu ermitteln wir als Basiswert das Minimum aus dem Wert IST-Umsatz und PLAN-Umsatz.

Der IST-Umsatz wird nun also als grauer Balken dargestellt.

Deshalb erhält die Datenreihe „Positiv“ auch eine graue Füllung.

Beispiel Umsatz Februar: Der tatsächlich erzielte Umsatz ist € 26.490. Dieser Wert wird im Diagramm aus dem Basiswert (Das Minimum von PLAN-Umsatz und IST-Umsatz, in unserem Fall € 25.386) und der Abweichung (in unserem Fall ist diese positiv € 1.104) dargestellt. Die beiden Werte zusammengerechnet ergeben den tatsächlichen Umsatz.

Jetzt geht’s weiter mit dem Diagramm

  • Füge für die Datenreihen „Positiv“ und „Negativ“ Fehlerindikatoren hinzu.
  • Wähle für die Fehlerindikatoren beider Datenreihen, als Richtung „Minus“, „Ohne Abschluss“ und für den Fehlerbetrag „Prozentsatz“ und dort 100.
  • Als letzten Schritt formatiere die verbliebenen Fehlerindikatoren in einer Strichstärke von 2,5 Pt. wähle eine passende Farbe und für die negativen Werte als „Endpfeiltyp“ einen Pfeil und für die positiven Werte einen „Startpfeiltyp“.

Damit ist das Diagramm auch schon fertig erstellt und  kann in deinen Arbeitsmappen eingesetzt werden.

Die Grundidee für dieses Diagramm stammt aus diesem Artikel.

Die Fehlerindikatoren kannst du in dieser Weise immer verwenden, um Abweichungspfeile zu erzeugen.

Eine weitere Variante wie du die Fehlerindikatoren einsetzen kannst, zeige ich dir nun in der zweiten Version.

Abweichungen in atemberaubende Diagramme dynamisch darstellen

Datenaufbereitung für atemberaubende Diagramme Dynamische-Abweichungen

Bevor wir loslegen, lade dir noch die Übungsdatei herunter, damit du alle Schritte besser nachvollziehen kannst und damit ein besseres Lernergebnis hast. Außerdem kannst du dir die Diagramme dann für deine Zwecke gleich kopieren. Übungsdatei atemberaubende Diagramme

  • Zu den drei bestehenden Spalten werden fünf weiter Spalten benötigt. Alle Formeln werden nur in die letzte Zeile der Tabelle eingegeben.
  • In der letzten Zeile der Spalte „Basis“ wird das Minimum der Spalten „Blau“ und „Orange“ ermittelt.

In die Spalte „Abweichung neg.“ füge folgende Formel ein

=WENN([@Orange]>[@Blau];[@Orange][@Blau];““)

  • In die Spalte „Abweichung pos.“ Die folgende:

=WENN([@Orange]<[@Blau];[@Blau][@Orange];““)

  • In der Spalte „Beschriftungspos.“ wird die „Basis“ und die Hälfte der Summe aus den Spalten „Abweichung neg.“ und „Abweichung pos.“ addiert. Das ermöglicht es dir, die Beschriftung genau in die Mitte des späteren Pfeiles zu setzen.
  • In der Spalte „Beschriftung“ wird mit der Formel

=WENN([@Orange]>[@Blau];[@[Abweichung neg.]]*-1;[@[Abweichung pos.]])

der Wert für die Beschriftung des Pfeiles ermittelt.

Keine 5 Minuten später sind wir mit der Erstellung der nötigen Daten für das Diagramm bereits fertig. Und so sehen sie aus:

So erstellst du das Diagramm Dynamische-Abweichungen

  • Markiere die gesamte Tabelle ohne die Spalte „Beschriftung“.
  • Füge ein Diagramm des Typs „Linie“ ein.
  • Füge die Datenreihen „Basis“, „Blau“ und „Orange“ noch einmal hinzu.
  • Ändere den Titel und füge einen Untertitel ein. Eine genaue Anleitung wie du den Titel änderst und einen Untertitel einfügst, findest du im ersten Teil der Serie. Diesen kannst du hier finden. Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 1
  • Ändere die Linien der Gitternetzlinie auf „Farbverlaufslinie“ gehe dazu folgendermaßen vor: Füllung und Linien –> Linie –> Farbverlaufslinie anstelle Automatisch
  • Formatiere die Beschriftung der horizontalen Achse auf Fett und Schriftgröße 10.
  • Mach das auch mit der Beschriftung der vertikalen Achse.
  • Wähle als Abstand für die Hauptstriche der vertikalen Achse 2500. Das kannst du in den Achsenoptionen einstellen.
  • Ändere anschließend die Diagrammtypen der einzelnen Datenreihen wie in dem Bild ersichtlich.
  • Du musst nun die Sekundäre Achse genau gleich Formatieren wie die Primäre Achse.
  • Als nächstes wähle in den Beschriftungspositionen der Sekundären Achse „Ohne“.

Die zweifachen Daten auf der Sekundären Achse müsse wir einfügen, um auch negative Werte darstellen zu können. Achte auch darauf, dass die beiden „Basis“ Datenreihen in der Reihenfolge ganz oben stehen, wie du das überprüfst und änderst findest du beim vorherigen Diagramm.

TIPP: Du kannst die Reihenfolge von Datenreihen ändern indem du das Diagramm markierst, und dann das Dialogfeld „Datenquellen auswählen“ öffnest.

Folge dazu Registerkarte Diagrammentwurf –> Gruppe Daten –> Daten auswählen

In folgendem Dialogfeld kannst du nun die gewünschte Datenreihe auswählen und dann mit den Pfeiltasten die Reihenfolge ändern.

  • Ändere die Füllung und den Rahmen der Datenreihen „Basis“ auf „keine Füllung“ und „keine Linie“.
  • Ändere die Option der Datenreihen „Blau“ und „Orange“ auf der sekundären Achse auf „keine Linie“.
  • Ändere die Farbe der Datenreihe „Orange“ auf der primären Achse in ein orange, passend zum Titel.
  • Und die Farbe der Datenreihe „Blau“ auf der primären Achse auf ein Blau passend zum Titel.
  • Füge für diese beiden Datenreihen eine Trendlinie hinzu. Und formatiere diese ebenfalls in einer anderen Farbe und einem anderen Strichtyp und in Stärke 1 Pt.
  • Wähle die Datenreihe „Beschriftungspos.“. am einfachsten geht das über das Drop Down Menü im Fenster Diagramm formatieren. Dort kannst du ganz einfach zwischen den einzelnen Datenreihen hin und her wechseln.
  • Füge also zu der Datenreihe Datenbeschriftungen hinzu.
  • Wähle die Beschriftung und definiere als Position Links.
  • Definiere außerdem „Werte aus Zellen“ und wähle dazu die Spalte „Beschriftung“.
  • Formatiere die Beschriftung noch in Schriftgröße 10 und Fett.
  • Markiere anschließend die Datenreihe „Abweichungen neg.“ und füge Fehlerindikatoren hinzu.
  • Wiederhole das für die Datenreihe „Abweichung pos.“
  • Wähle für die Fehlerindikatoren beider Datenreihen, als Richtung „Minus“, „Ohne Abschluss“ und für den Fehlerbetrag „Prozentsatz“ und dort 100.
  • Als letzten Schritt formatiere die verbliebenden Fehlerindikatoren in einer Strichstärke von 2,5 Pt. wähle eine passende Farbe und für die negativen Werte als „Endpfeiltyp“ einen Pfeil und für die positiven Werte einen „Startpfeiltyp“.
  • Abschließend musst du nur noch die Füllung und den Rahmen der Datenreihen „Abweichung pos.“ und „Abweichungen neg.“ auf „keine Füllung“ und „keine Linie“ stellen.

Somit ist das Diagramm auch schon fertig erstellt. Jetzt fehlt nur noch ein Test ob alles funktioniert. Also ändern wir die Werte und siehe da, alles wird vollkommen automatisiert geändert und wir müssen nichts weiter tun.

So funktionieren atemberaubende Diagramme

Fazit, was haben alle professionellen und atemberaubende Diagramme nun gemeinsam?

Kommen wir nun zu unserem letzten Fazit der Artikelserie atemberaubende Diagramme.

Ich habe dir in 4 Teilen einige der professionellsten und nützlichsten Diagramme gezeigt und erklärt wie du diese erstellst.

Du kannst natürlich diese Diagramme jederzeit für dich verwenden, deshalb habe ich dir ja auch die Übungsdatei kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese kannst du dir hier herunterladen. Übungsdatei atemberaubende Diagramme

Wichtiger finde ich aber die ausschlaggebenden Faktoren zu identifizieren die diese Diagramme so außergewöhnlich machen. Denn dann kannst du diese in allen deinen Arbeitsmappen einsetzen und somit machst du jedes Diagramm zu etwas besonderem.

Hier nun die wichtigen Faktoren:

  • Der Hauptfokus des Diagrammes liegt auf der Präsentation der Daten.
  • Der Zweck des Diagramms ist ohne weitere Erläuterung durch den Titel erkennbar.
  • Der Titel ist eindeutig und beschreibt exakt was auf dem Diagramm zu sehen ist.
  • Schlichte Farben überfordern den Leser nicht und sind nicht zu aggressiv.
  • Wiederkehrende Farben geben dem Leser einen Anhaltspunkt und führen wie ein roter Faden durch die Arbeitsmappe.
  • Die Gitternetzlinien werden nach oben hin transparenter und treten somit weiter in den Hintergrund.
  • Die Achsen sind dezent und du erhältst Auskunft über die wichtigsten Daten.
  • Die Daten oder das Ergebnis, dass uns das Diagramm präsentieren möchte werden durch andere Elemente wie Farben oder Zusatztexte unterstützt, stehen aber trotzdem noch immer im Vordergrund.
  • Mit der Farbwahl der Titel und Untertitel kann eine Verbindung zu den Diagrammelementen hergestellt werden und erübrigt so eine Legende oder weitere Beschreibungen.
  • Beschreibende Texte im Diagramm geben dem Leser wichtige Hinweise warum die Daten einen gewissen Verlauf nehmen oder was dort zu sehen ist.
  • Das Diagramm ist dynamisch gestaltet. Du musst also bei einer Datenänderung nicht zusätzlich auch das Diagramm neu formatieren.

Weitere Tipps für professionelle Diagramme, findest du in folgendem Artikel: Mit diesen 15 Punkten erstellst du professionelle Diagramme in Excel

Damit sind wir auch schon am Ende unserer Artikelserie.

Alle weiteren Teile dieser Serie findest du hier aufgelistet, klicke einfach auf den Link und du gelangst direkt zum Artikel.

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 1

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 2

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 3

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren solltest Teil 4

 

Ich möchte dich herzlich dazu einladen die Diagramme aus der Übungsdatei so oft wie möglich zu verwenden, dafür habe ich sie erstellt. Bitte teile die Datei auch gerne, damit sie so vielen Menschen wie möglich helfen kann. Die Übungsdatei kannst du hier völlig kostenlos herunterladen: Übungsdatei atemberaubende Diagramme

 

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