Herzlich willkommen zum dritten Teil der Artikelserie „Atemberaubende Diagramme“.

Bisher haben wir viele nützliche und professionelle Diagramme kennen gelernt, die dir in deiner täglichen Arbeit helfen werden und wodurch du mit Excel zeitlich effizienter arbeiten kannst.

Auch im dritten Teil unserer Artikelserie „Atemberaubende Diagramme“, lernst du, professionelle Diagramme dazu einzusetzen mehr Zeit zu sparen mit der Bearbeitung deiner Dateien, um dich so den wichtigeren Dingen zu widmen.

Die beiden vorherigen Teile findest du hier:

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren musst Teil 1

Und hier:

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren musst Teil 2

Wenn du diese noch nicht gelesen hast, dann solltest du das unbedingt nachholen, denn dort lernst du, wie du solche großartigen Diagramme erstellst:

Ich habe dir alle Diagramme des aktuellen Artikels und der vorherigen in dieser Datei für dich kostenlos zur Verfügung gestellt. Lade sie dir also gleich herunter: Übungsdatei Atemberaubende Diagramme

Zielbereiche für atemberaubende Diagramme definieren

Ein wichtiger Teil der Datenvisualisierung ist es, ersichtlich zu machen, ob Ziele erreicht wurden.

Das ist einerseits über Farben möglich also Beispielsweise durch Einfärben von ganzen Datenreihen oder einzelnen Datenpunkten und andererseits dadurch, den Zielbereich optisch hervor zu heben.

Ich möchte dir die  Möglichkeit verschiedene Bereiche hervor zu heben anhand einer Qualitätsregelkarte zeigen.

Diese dient der Überwachung von Fertigungsprozessen. In unserem Fall wird Serienbegleitend ein Teil gemessen und dieses Maß aufgezeichnet.

Ich möchte dir hier 2 Varianten dieses Diagramms zeigen.

In der ersten Variante wird der gesamte Zielbereich farblich hinterlegt. Und in der zweiten, wird dieser nur durch Linien begrenzt.

Datenaufbereitung für atemberaubende Diagramme

Unsere Ausgangsdaten beinhalten das Sollmaß des Teiles, die Toleranz also wie stark dieses Maß schwanken darf und die Messergebnisse von zwanzig Teilen.

Zur Vorbereitung für das Diagramm, musst du nun einige zusätzliche Daten erstellen.

Vorab noch eine Erklärung der Abkürzung.

UEG…Untere Eingriffsgrenze

UWG…Untere Warngrenze

OWG…Obere Warngrenze

OEG…Obere Eingriffsgrenze

  • In der Tabelle mit dem Sollmaß und den Toleranzen, wird eine Spalte hinzugefügt. Dort erstellst du die Beschriftung für die Grenzwerte und das Sollmaß. Verkette dazu einfach die Bezeichnung und den Wert und ergänze diese um die Einheit. Das sollte dann folgendermaßen aussehen:

=[@Bezeichnung]&“ „&[@Wert]&“mm

  • Füge sieben weitere Spalten zur Tabelle mit den Messwerten hinzu. Und beschrifte die Spalten folgendermaßen: „UEG“, „UWG“, „OWG“, „OEG“, „Sollmaß“, „über OEG“ und „unter UEG“.
  • Verknüpfe alle Zeilen der Spalte „UEG“ mit dem Wert für die Untere Eingriffsgrenze.
  • In alle Zeilen der Spalte „UWG“ kommt die Differenz aus der UWG minus der UEG.
  • In die der „OWG“ die Differenz aus OWG und UWG.
  • Und noch in die der „OEG“ die Differenz aus OEG und OWG.

Schau dir das am Besten in der Übungsdatei an, dann wirst du sehr schnell verstehen, was ich meine.

Wozu dienen diese Berechnungen? Zur Erstellung der farblich hinterlegten Bereiche verwenden wir gestapelte Säulendiagramme.

Der Wert in der Spalte „UEG“ ist die erste Säule, der Wert in der Spalte „UWG“ der zweite und so weiter. Das bedeutet also wir brauchen für jeden Bereich eine eigene Säule. Diese erhalten wir, wenn wir die Differenz des ersten Wertes zum zweiten berechnen.

Das wird später in der Erstellung des Diagramms besser verständlich.

Aber auch im folgenden Bild ist das schön ersichtlich.

TIPP: Wenn du schnell und unkompliziert feststellen möchtest, welche Daten einem Diagramm zugrunde liegen, markiere einfach das Diagramm. Du siehst im Arbeitsblatt farblich hinterlegt die zugrunde liegende Datenquelle.

  • Verknüpfe jede Zeile der Spalte „Sollmaß“ mit dem Sollmaß.
  • Füge in die erste Zeile der Spalte „Über OEG“ folgende Formel ein und kopiere sie in alle weiteren Zeilen.

=WENN([@[Messerg. Produkt A]]>$N$10;[@[Messerg. Produkt A]];WENN([@[Messerg. Produkt B]]>$N$10;[@[Messerg. Produkt B]];““))

Dies Formel ermittelt ob entweder ein Maß von Produkt A oder Produkt B über der Oberen Eingriffsgrenze ist und schreibt dann dieses Maß in die aktuelle Zeile.

  • Das gleiche machst du nun auch für die Spalte „Unter UEG“. Allerdings verwendest du dazu diese Formel:

=WENN([@[Messerg. Produkt A]]<$N$7;[@[Messerg. Produkt A]];WENN([@[Messerg. Produkt B]]<$N$7;[@[Messerg. Produkt B]];““))

Hier werden alle Werte ausgegeben, die unter der Unteren Eingriffsgrenze liegen.

Wir möchten diese Werte deshalb hervorheben, da diese ausschlaggebend sind, ob in die Produktion eingegriffen wird oder nicht, sobald ein Messwert diese Grenzen über oder unterscheidet.

Damit haben wir die Daten für die erste Variante fertig erstellt und können uns der zweiten widmen.

Diese sind völlig ident bis auf die Werte in den Spalten „UWG“, „OWG“ und „OEG“.

Bei der zweiten Variante verwenden wir keine gestapelten Säulen mehr, sondern Liniendiagramme. Daher musst du auch nicht die Differenz zu den vorherigen Werten berechnen, sondern es genügt, wenn du die Zeilen je Spalte wieder mit den tatsächlichen Werten verknüpfst.

Somit sind die Daten für die zweite Variante auch schon fertig und wir können mit dem Erstellen des Diagramms beginnen.

So erstellst du das Diagramm mit farblich hinterlegten Bereichen

Fast alle Schritte, die ich dir gleich zeige, findest du in einem der vorherigen Artikel dieser Serie sehr detailliert beschrieben, mit Bildern zum besseren Verständnis, daher werde ich die Schritte hier nicht mehr im Detail beschreiben.

Stöbere am Besten in den vorherigen Artikeln, wenn du einen einzelnen  Schritt nicht nachvollziehen kannst. Alternativ kannst du mir sehr gerne eine Nachricht zukommen lassen, und ich helfe dir.

Die beiden vorherigen Artikel findest du hier:

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren musst Teil 1

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren musst Teil 2

Und hier kannst du mich kontaktieren.

  • Markiere die Spalten „Muster“, „Messerg. Produkt A“ und „ Messerg. Produkt B“ inklusive der Überschriften.
  • Füge ein Diagramm ein und wähle als Diagrammtyp „Linien mit Datenpunkten
  • Ändere den Titel und füge einen Untertitel hinzu. Wie du das machst, haben wir ausführlich im ersten Artikel beim ersten Diagramm besprochen, den Artikel findest du hier: Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren musst Teil 1
  • Schiebe den Titel an den linken oberen Rand.
  • Entferne die Gitternetzlinien und die Legende.
  • Ändere die Farben der Datenreihen und formatieren die Markierungen. Die Markierung sind bei mir in Größe 7 ausgeführt und eine helle Füllung mit einem dunkleren 1pt. Rahmen.
  • Füge als neue Datenreihen die Spalten „UEG“, „UWG“, „OWG“ und „OEG“ ein. Markiere dazu das Diagramm und wähle Registerkarte Diagrammentwurf –> Gruppe Daten –> Daten auswählen und wähle anschließend „Hinzufügen“.
  • In dem Menü „Diagrammtyp ändern“ wählst du nun für die vier gerade eingefügten Datenreihen als Diagrammtyp „gestapelte Säulen“.
  • Füge nun auch die letzten 3 Datenreihen „Sollmaß“, „Über OEG“ und „Unter UEG“ ein.
  • Wähle für die Reihe „Sollmaß“ als Diagrammtyp „Linie“ und für die anderen beiden „Linie mit Datenpunkten“.
  • Definiere für die Vertikale Achse ein Minimum von 10,1 und ein Maximum von 10,31 sowie einen Abstand der Hauptstriche von 0,03.
  • Wähle zusätzlich die Anzeige der Teilstriche für Haupttyp und Hilfstyp.
  • Formatiere noch die Beschriftung der beiden Achsen in „Fett“.
  • Wähle im nächsten Schritt für die Säulendiagramme eine Reihenachsenüberlappung von 100% und eine Abstandsbreite von 0%.
  • Definiere „keine Füllung“ und „keine Linien“ für die Datenreihe „UEG“. Färbe die anderen Datenreihen nach deinen Wünschen ein. Ich habe mich für eine helles Rot bei den Reihen „UWG“ und „OEG“ entschieden sowie ein helles grün für die Datenreihen „OWG“.
  • Die Datenreihe Sollmaß führe ich in einer Breite von 1,25pt. aus, wähle als Linienart strichliert und als Farbe, Grau.
  • Für die beiden letzten Datenreihen „Über OEG“ und „Unter UEG“ wählen wir als Markierungsgröße 8 und als Farbe ein grelles Rot. Definiere außerdem „keine Linie“.
  • Wähle nun die Horizontale Achse und wähle „Auf Teilstriche“, damit werden die Datenpunkte genau auf den Werten der Horizontalen Achse dargestellt. In folgendem Bild siehst du den Unterschied:
  • Füge 5 TextBoxen in das Diagramm ein und verknüpfe je eine mit der Beschriftung der Grenzwerte, die du ganz am Anfang erstellt hast. Verschiebe die TextBoxen an die richtige Stelle im Diagramm.
  • Ändere nun noch die Größe der Zeichenfläche im Diagramm, sodass die TextBoxen das Diagramm nicht überlappen.

Schon ist das Diagramm fertig erstellt und wir können uns dem zweiten widmen.

So erstellst du das Diagramm mit Begrenzungslinien

Die zweite Variante ist völlig ident der ersten.

Einziger Unterschied ist, dass bei den Datenreihen für „UEG“, „UWG“, „OWG“ und „OEG“ anstelle des Diagrammtyps „gestapelte Säulen“ der Diagrammtyp „Linie“ definiert wird.

Die Formatierung ist dieselbe wie die der Datenreihe „Sollmaß“.

Versuch doch mal die Toleranz zu ändern und du wirst die Vorteile dieses professionellen Diagramms sehen.

Und damit sind wir auch schon am Ende. Ich bin überzeugt, dass du dieses Diagramm häufig in deinem Beruf einsetzen kannst. Und mit der Vorlage kannst du Excel nun um ein Vielfaches effizienter und schneller verwenden.

Bevor wir nun zu den Vorteilen kommen, noch ein kleiner Hinweis von mir.

HINWEIS: Alle bisher gezeigten und folgenden Diagramme sind nach gewissen Regeln erstellt. Diese Regeln kannst du in allen Diagrammen anwenden und führen zu besseren Ergebnissen in deiner Datenvisualisierung. Welche Regeln das sind, und wie du diese richtig einsetzt, findest du in diesem Artikel: Mit diesen 15 Punkten erstellst du professionelle Diagramme in Excel

Was macht diese Diagramme besonders?

Auch in diesem Diagramm können wir wieder einige Elemente entdecken, die du in all deinen Diagrammen einsetzen kannst, um diese dann zu außergewöhnlichen Diagrammen zu machen.

  1. Der Hauptfokus des Diagrammes liegt auf der Präsentation der Daten. In unserem Fall können wir ganz klar den Verlauf der Daten und eventuelle Ausreißer erkennen.
  2. Der Zweck des Diagramms ist ohne weitere Erläuterung durch den Titel erkennbar.
  3. Der Titel ist eindeutig und beschreibt exakt was auf dem Diagramm zu sehen ist.
  4. Schlichte Farben überfordern den Leser nicht und sind nicht zu aggressiv.
  5. Die Achsen sind dezent und du erhältst Auskunft über die wichtigsten Daten.
  6. Die Daten oder das Ergebnis, dass uns das Diagramm präsentieren möchte werden durch andere Elemente wie Farben oder Zusatztexte unterstützt, stehen aber trotzdem noch immer im Vordergrund.
  7. Mit der Farbwahl der Titel und Untertitel kann eine Verbindung zu den Diagrammelementen hergestellt werden und erübrigt so eine Legende oder weitere Beschreibungen.
  8. Beschreibende Texte im Diagramm geben dem Leser wichtige Hinweise warum die Daten einen gewissen Verlauf nehmen oder was dort zu sehen ist.
  9. Das Diagramm ist dynamisch gestaltet. Du musst also bei einer Datenänderung nicht zusätzlich auch das Diagramm neu formatieren.

Dynamisches Farbschema für atemberaubende Diagramme

Im letzten Teil habe ich dir versprochen die dort gezeigten außergewöhnlichen Diagramme dynamisch zu gestalten. Du wirst dich erinnern, dass du das Diagramm neu formatieren müsstest, wenn sich die Daten ändern.

Wenn du nicht mehr weißt, wovon ich rede, dann kannst du den Artikel hier lesen: Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren musst Teil 2

Ich werde die Diagramme in diesem Abschnitt nicht neu aufbauen, sondern lediglich umgestalten. Das erspart mir Zeit und würde dir keinen Mehrwert bieten, da du im zweiten Teil der Artikelserie den gesamten Ablauf ohnehin findest.

Dieses Vorgehen kann ich dir nur ans Herz legen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es viel einfacher ist, ein bestehendes Diagramm zu kopieren und dann zu ändern als komplett nachzubauen.

Denn wenn du ein Diagramm nachbaust wird es niemals völlig gleich und genau das benötigen wir in diesem Fall.

Aber nun zur Vorgehensweise.

So modifizierst du die Daten für ein dynamisches Farbschema

Ausgehend von den Daten aus dem vorherigen Artikel müssen wir noch ein paar Anpassungen vornehmen, bevor wir die Diagramme erstellen können.

Dazu vorab noch ein paar Erklärungen.

Um eine dynamische Farbgestaltung möglich zu machen, müssen wir uns einem Trick bedienen.

Die Farbe ist nicht wirklich dynamisch, die Datenreihe mit einer anderen Farbe also die mit den geringsten Werten in unserem Fall, wird lediglich an den richtigen Platz verschoben.

Dazu brauchen wir egal, wie viel Datenreihen wir vorher hatten, jetzt nur noch 3 Datenreihen.

Nämlich eine die vor den geringsten Werten angezeigt wird, die mit den geringsten Werten und eine die danach angezeigt wird.

Somit ist uns egal welche Datenreihe eingefärbt werden müsste, da wir immer die zweite einfärben, die Werte davor und danach summiert und gleichzeitig ohne Füllung dargestellt werden.

Wenn du ein so erzeugtes Diagramm ohne Hintergrund exakt über ein anders legst, erzeugt es den Eindruck, dass die Datenreihe mit den geringsten Werten automatisch die Farbe ändert.

Dazu müssen wir aber ermitteln, an welcher Stelle der Datenreihen die Reihe mit den geringsten Werten ist und danach eine davon abhängige Summe bilden.

Also Beispielsweise, wenn die Datenreihe mit den geringsten Werten an dritter Stelle steht, müssen die Werte aus Reihe 1 und 2 addiert werden. Somit „heben“ die beiden ersten Datenreihe nächste an die dritte Stelle.

Ich weiß das klingt etwas kompliziert, wird aber gleich viel einfacher, wenn wir die Diagramme erstellen.

  • Füge 3 neue Spalten zu der Datentabelle hinzu mit der Beschriftung „Davor“, „Minimum“ und „Danach“.
  • Füge in der ersten Zeile der Spalte „Davor“ folgende Formel ein:

=WAHL(VERGLEICH(MIN(tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]:[Nord]]);tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]:[Nord]];0);0;[@[Süd ]];[@[Süd ]]+[@Ost];[@[Süd ]]+[@Ost]+[@[West ]])

Mit der Funktion VERGLEICH in der Formel bestimmen wir die Stelle, an der die geringste Reihe ist. Dazu vergleicht die Funktion das Minimum der Ergebniszeile mit der Ergebniszeile und gibt die Position als Zahl zurück.

Mit dieser Zahl, in unserem Fall eine 1 bis 4, wählen wir dann mit der Funktion WAHL eine entsprechende Berechnung.

Wenn die Zahl eine 1 ist, bedeutet das, die Reihe mit den geringsten Werten steht an erste Stelle, daher geben wir eine 0 aus.

Wir befinden uns in der Spalte „Davor“ und wenn die Reihe mit den geringsten Werten an erster Stelle steht, ist keine andere Reihe davor vorhanden.

Oder, wenn die Zahl eine 3 ist, sollen die beiden Reihen davor addiert werden.

Ich hoffe ich konnte das einigermaßen verständlich erklären.

Wenn du mehr zur Funktion Vergleich erfahren möchtest, dann sollte dieser Artikel der richtige für dich sein: Excel VERGLEICH Funktion einfach erklärt

  • Füge in die Spalte „Minimum“ folgende Formel ein:

=INDEX(tbl_farbschema_0115[@[Süd ]:[Nord]];1;VERGLEICH(MIN(tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]:[Nord]]);tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]:[Nord]];0))

Diese ermittelt über die Funktion INDEX und VERGLEICH die geringste Reihe und gibt die entsprechenden Daten aus der aktuellen Zeile wieder.

Wenn du mehr über die Funktion INDEX und VERGLEICH lernen möchtest, dann ist dieser Artikel interessant für dich: Das unschlagbare Duo INDEX und VERGLEICH: Besser als SVERWEIS?

  • In der Spalte „Danach“ ermittelt die folgende Formel den Rest zur gesamten Summe:

=[@Gesamt][@Minimum][@Davor]

  • Als nächstes erstellst du in einer beliebigen Zelle folgende Formel, welche wieder über die Funktionen INDEX und VERGLEICH, die Beschriftung für die Datenreihe mit den geringsten Werten ausliest.

=INDEX(tbl_farbschema_0115[[#Kopfzeilen];[Süd ]:[Nord]];1;VERGLEICH(MIN(tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]:[Nord]]);tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]:[Nord]];0))

  • Als letzter Punkt in der Datenbearbeitung müssen wir den Gesamtwert der geringsten Datenreihe nochmal ausgeben, und zwar im Bezug zu den Regionen.

Dazu füge folgende Formel in die erste Zelle unter der Ergebniszeile in der Spalte „Süd“ ein und ziehe die Formel nach rechts.

=WENN(tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]]=MIN(tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]:[Nord]]);tbl_farbschema_0115[[#Ergebnisse];[Süd ]];0)

TIPP: Wenn du eine Formel, welche auf Elemente einer Tabelle referenziert, kopierst ändern sich die Bezüge nicht. Wenn du das möchtest, musst du sie mit Hilfe des Ziehpunktes in andere Zellen erweitern.

Damit sind alle Daten bereit und wir können zum spaßigen Teil übergehen.

So erstellst du das atemberaubende Diagramm

Bitte nicht vergessen, wir gehen hier von den bereits erstellten Diagrammen, aus dem vorherigen Artikel aus.

Folgende 2 Punkte gelten für alle Diagramme:

  • Färbe alle Datenreihen der 5 Diagramme gleich ein.
  • Kopiere das Kreisdiagramm, das Flächendiagramm und das gestapelte Säulendiagramm und füge es neben den bestehenden Diagrammen ein.

Nun kommen wir zu den einzelnen Diagrammen:

Das Kreisdiagramm formatieren für ein dynamisches Farbschema

  • Ändere die Datenreihe des kopierten Kreisdiagramms auf die Ergebnisse der Spalten „Davor“, „Minimum“ und „Danach“ anstelle der Ergebnisse der 4 Regionen. Dazu wählst du Registerkarte Diagrammentwurf –> Daten –> Daten auswählen –> Bearbeiten
  • Verlinke den Reihennamen mit der Zelle, die wir vorhin erstellt haben, und die den Namen der geringsten Datenreihe enthält.
  • Entferne die Beschriftungen der ersten und der letzten Datenreihe.
  • Wähle für die erste und die Letzte Datenreihe „keine Füllung“ und „keine Linie“.
  • Dein Diagramm sollte nun so aussehen:
  • Ändere die Farbe der verbliebenen Datenreihe
  • Wähle für den Diagrammbereich „keine Füllung“
  • Verschiebe das Diagramm exakt über das erste

TIPP: Halte die Taste ALT gedrückt, wenn du ein Objekt verschiebst und du kannst es exakt an den Zellen ausrichten.

  • Der Titel wird nicht gelöscht, da wir nur so garantieren können, dass alle Positionen und Abstände gleich sind.

Jetzt siehst du wie diese dynamische Anzeige funktioniert. Das erste, unter Diagramm zeigt alle Werte wie auch zuvor völlig unverändert an. Das darüber gelegte Diagramm zeigt nun nur die Datenreihe mit den geringsten Werten an und wird entsprechend verschoben.

Versuche die Werte der Datenreihen zu ändern und du wirst sehen wie das Diagramm funktioniert.

Das Säulendiagramm formatieren für atemberaubende Diagramme

Beim Säulen Diagramm gehen wir einen ähnlichen Weg, nur setzen wir hier kein zweites Diagramm ein, das wir über das erste legen, sondern eine weitere Datenreihe.

  • Füge eine weiter Datenreihe zum Diagramm hinzu.

Das kannst du über das Dialogfeld „Daten auswählen“ machen oder aber, du wählst das Diagramm, dann siehst du in einer färbigen Markierung welche Daten dem Diagramm zugrunde liegen. Ziehe einfach den Rahmen größer und schließe die Datenreihe für das Minimum mit ein.

  • Entferne die Datenbeschriftung der gerade hinzugefügten Datenreihe.
  • Formatier die Datenreihe nun in derselben Farbe wie das zweite Kreisdiagramm.
  • Fertig

Auch jetzt kannst du die Funktionsweise des Diagramms wieder testen, indem du die Werte änderst.

Die zweite Datenreihe zeigt lediglich jene Säule an, die der Datenreihe mit den geringsten Werten entspricht.

Und somit ist es möglich, den geringsten Wert in einer anderen Farbe darzustellen.

Das Flächendiagramm formatieren für ein dynamisches Farbschema

Gleiches Vorgehen wie beim Kreisdiagramm.

  • Ändere die Datenreihe auf die Ergebnisse der Spalten „Davor“, „Minimum“ und „Danach“ anstelle der Ergebnisse der 4 Regionen.
  • Wähle für die erste und die Letzte Datenreihe „keine Füllung“ und „keine Linie“.
  • Ändere die Farbe der verbliebenen Datenreihe
  • Wähle für den Diagrammbereich „keine Füllung
  • Verschiebe das Diagramm exakt über das erste

Der Titel und die Beschriftungen bleiben erhalten und werden nicht gelöscht.

Das gestapelte Säulendiagramm formatieren für atemberaubende Diagramme

Wieder das gleiche Vorgehen.

  • Ändere die Datenreihe auf die Ergebnisse der Spalten „Davor“, „Minimum“ und „Danach“ anstelle der Ergebnisse der 4 Regionen.
  • Wähle für die erste und die Letzte Datenreihe „keine Füllung“ und „keine Linie“.
  • Ändere die Farbe der verbliebenen Datenreihe
  • Wähle für den Diagrammbereich „keine Füllung
  • Entferne die Gitternetzlinien
  • Verschiebe das Diagramm exakt über das erste

Ganz einfach oder. Deshalb kopieren wir auch die bestehenden Diagramme.

Das würde ich auch dir raten, wenn du auf diese Weise ein Diagrammelement dynamisch gestalten möchtest, erstell das fertige Diagramm und kopiere das dann.

So kannst du sicher sein, dass Abstände, Schriftgrößen etc. gleich sind und nicht angepasst werden müssen außerdem spart es erhebliche Zeit, wenn du ein Diagramm nur ändern musst anstelle eines neu zu erstellen.

Das Liniendiagramm formatieren für ein dynamisches Farbschema

In dieses Diagramm fügen wir wieder einfach eine neu Datenreihe hinzu.

  • Füge eine weiter Datenreihe zum Diagramm hinzu. Das kannst du über das Dialogfeld „Daten auswählen“ machen. Wähle die Daten aus der Spalte „Minimum“ und als X-Werte die aus der Spalte „Monat“.
  • Wähle eine entsprechende Farbe für die Linie
  • Füge Markierungen hinzu, ändere diese auf Größe 7 und färbe sie ebenfalls ein.

3 Schritte und schon fertig. Das ging echt schnell.

Hier nun ein Überblick über die gerade erstellten, professionellen Diagramme mit dynamischem Farbschema.

Klicke auf Play und genieße die Vorstellung.

Das sind nun wirklich atemberaubende Diagramme.

Komplett automatisiert und einfach zu bedienen. Es ist manchmal unglaublich, welche Möglichkeiten Excel bietet, wenn du die vorhandenen Funktionen nur zielgerichtet einsetzt.

Wie du siehst, musst du manchmal etwas um die Ecke denken, um die Ergebnisse zu erhalten die du möchtest. Das fiel mir am Anfang furchtbar schwer, Diagramme richtig zu formatieren und einzusetzen und ich lerne heute noch jeden Tag etwas Neues dazu.

Wenn du also andere Lösungsmöglichkeiten oder Tipps für mich hast, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du dein Wissen mit mir teilst, schreib mir dazu gerne in die Kommentare, was du anders machen würdest und warum. Ich freu mich über jede neue Idee.

Du hast nun weiter 5 Diagramm an der Hand, die du in vielen Situationen einsetzen kannst, um deine Dateien noch besser zu machen. Darüber hinaus sparst du auch noch eine Menge Zeit in der Bearbeitung deiner Dateien, wenn du die Diagramme einfach kopierst und für dich verwendest.

Lade dir dazu die Übungsdatei herunter und nutze die darin enthaltenen Diagramme.

Die Übungsdatei findest du hier: Übungsdatei Atemberaubende Diagramme

Was macht diese Diagramme besonders?

Auch dieses Mal können wir wieder einige Elemente entdecken, die du in all deinen Diagrammen einsetzen kannst, um diese dann zu professionellen Diagrammen zu machen.

  1. Der wichtigste Faktor für mich ist die Automatisierung und die dynamische Komponente. Egal welche Daten du verwendest, nachdem du die Diagramme einmal erstellt hast, musst du diese nicht mehr ändern, alles passiert automatisch.
  2. Der Hauptfokus des Diagrammes liegt auf der Präsentation der Daten.
  3. Der Zweck des Diagramms ist ohne weitere Erläuterung durch den Titel erkennbar.
  4. Der Titel ist eindeutig und beschreibt exakt was auf dem Diagramm zu sehen ist.
  5. Schlichte Farben überfordern den Leser nicht und sind nicht zu aggressiv.
  6. Die Achsen sind dezent und du erhältst Auskunft über die wichtigsten Daten.
  7. Die Daten oder das Ergebnis, dass uns das Diagramm präsentieren möchte werden durch andere Elemente wie Farben oder Zusatztexte unterstützt, stehen aber trotzdem noch immer im Vordergrund.
  8. Mit der Farbwahl der Titel und Untertitel kann eine Verbindung zu den Diagrammelementen hergestellt werden und erübrigt so eine Legende oder weitere Beschreibungen.
  9. Beschreibende Texte im Diagramm geben dem Leser wichtige Hinweise warum die Daten einen gewissen Verlauf nehmen oder was dort zu sehen ist.

Fazit, was haben alle professionellen und atemberaubende Diagramme nun gemeinsam?

Kommen wir wieder zum Fazit und zum wichtigsten Teil des Artikels.

Welche Schlüsselfaktoren haben alle Diagramme gemeinsam und welche kannst du somit für dich zukünftig einsetzen.

  1. Der Hauptfokus des Diagrammes liegt auf der Präsentation der Daten.
  2. Der Zweck des Diagramms ist ohne weitere Erläuterung durch den Titel erkennbar.
  3. Der Titel ist eindeutig und beschreibt exakt was auf dem Diagramm zu sehen ist.
  4. Schlichte Farben überfordern den Leser nicht und sind nicht zu aggressiv.
  5. Wiederkehrende Farben geben dem Leser einen Anhaltspunkt und führen wie ein roter Faden durch die Arbeitsmappe.
  6. Die Gitternetzlinien werden nach oben hin transparenter und treten somit weiter in den Hintergrund.
  7. Die Achsen sind dezent und du erhältst Auskunft über die wichtigsten Daten.
  8. Die Daten oder das Ergebnis, dass uns das Diagramm präsentieren möchte werden durch andere Elemente wie Farben oder Zusatztexte unterstützt, stehen aber trotzdem noch immer im Vordergrund.
  9. Mit der Farbwahl der Titel und Untertitel kann eine Verbindung zu den Diagrammelementen hergestellt werden und erübrigt so eine Legende oder weitere Beschreibungen.
  10. Beschreibende Texte im Diagramm geben dem Leser wichtige Hinweise warum die Daten einen gewissen Verlauf nehmen oder was dort zu sehen ist.
  11. Das Diagramm ist dynamisch gestaltet. Du musst also bei einer Datenänderung nicht zusätzlich auch das Diagramm neu formatieren.

Einen habe ich noch

Richtig gelesen.

Ein Artikel folgt noch in dieser Serie für dich.

Auch im nächsten Teil findest du wieder professionelle- und atemberaubende Diagramme, die dich effizienter und schneller in der Bearbeitung deiner Excel Dateien machen.

Verschwende also keine wertvolle Zeit und sieh dir den Artikel an, indem du auf folgenden Link klickst:

Professionelle- und Atemberaubende Diagramme, die du unbedingt kopieren musst Teil 4

 

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Doktor Excel

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