Im letzten Artikel habe ich dir die Funktion VERGLEICH erklärt. Als weitere Vorbereitung für den Artikel zur INDEX und VERGLEICH Kombination behandeln wir dieses Mal die Funktion INDEX.

Die INDEX-Funktion gibt einen Wert oder einen Bezug aus einem Bereich zurück. Dabei liefert die Funktion den Wert selbst und nicht wie die Funktion VERGLEICH die Position des Wertes.

Die INDEX-Funktion kann auf zwei Arten verwendet werden einerseits kann sie Werte aus einer Suchmatrix wiedergeben. Andererseits kann man mit der Funktion auch Zellenbezüge wiedergeben.

Lade dir am besten die Übungsdatei herunter, so kannst du dem Artikel noch besser folgen: Übungsdatei INDEX 

=INDEX(Matrix;Zeile;[Spalte])

Bezugs Version:

=INDEX(Bezug;Zeile;[Spalte];[Bereich])

In beiden Versionen ist mit Matrix oder Bezug der Bereich definiert, in dem der Wert vorhanden ist, der gefunden werden soll.

Mit den Argumenten Zeile, Spalte und Bereich definierst du, welcher Wert aus dem Bereich wiedergegeben werden soll.

Argumente der Funktion INDEX

Die Funktion INDEX besteht im Maximum ausfolgenden Argumenten:

Matrix oder Bezug

Hier gibst du jenen Bereich an, indem der zu suchende Wert zu finden ist.

Du kanns den Bereich wie bisher in andere Funktionen auch, als Array, Bezug, Name, Formel oder Teil einer Tabelle definieren. Der Bereich kann sowohl ein- als auch mehrdimensional sein. Trennst du einzelne Bereiche durch einen ; so kannst du auch mehrere Bereiche eingeben. Die verschiedenen Bereiche müssen mit einer Klammer umschlossen sein.

Zeile und Spalte

Mit den Zeilen und/ oder Spalten Angabe, definierst du von welcher Position in dem Bereich du den Wert wiedergeben willst.

Dabei hängt es von dem definierten Bereich ab, ob nur eine Angabe ausreicht. Durch die eckigen Klammern erkennst du, dass der zweite Wert alternativ anzugeben ist. Excel erkennt beispielsweise automatisch, dass der Bereich nur eindimensional ist und interpretiert daraufhin den eingegeben Wert als Zeile oder Spalte, je nachdem was als Bereich definiert ist.

Du kannst natürlich bei eindimensionalen Bereichen eine 1 eingeben oder den Wert leer lassen, das hat denselben Effekt.

Ist der Bereich mehrdimensional, so müssen beide Angaben vorhanden sein.

Verwendest du die Funktion als Bezugsversion, so kannst du den Bezug auf eine ganze Spalte oder Zeile in einem Bereich ausgeben, indem du den jeweils andern Wert durch eine 0 ersetzt. Dazu findest du in der Übungsdatei im Arbeitsblatt „Bezug Version von INDEX“ ein Beispiel.

Die Zeilen oder Spalten Angabe muss eine Zahl sein.

Du kannst dabei verständlicherweise nicht außerhalb des definierten Bereichs springen. Also wenn dein Bereich 4 Spalten und 10 Zeilen umfasst, kannst du keinen Wert aus der 11ten Zeile zurückgeben. Das würde zum Fehler #Bezug führen.

Bereich

Verwendest du die Bezug Version der Funktion INDEX, kannst du mehrere Bereiche als Bezug definieren. Die einzelnen Bereiche musst du wie bereits erwähnt mit einem ; trennen und alle Berieche mit einer Klammer umschließen. Um nun den Wert aus dem richtigen Bereich wieder zu geben, kannst du mit dem weiteren Argument jenen definieren, aus dem du den Zielwert wiedergeben willst.

Als Beispiel wo diese Version Anwendung finden könnte, habe ich eine Summenberechnung abhängig von der Nummer der Haushalte in die Übungsdatei angefügt.

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Besonderheit

Wie weiter oben bereits erwähnt, kann man die Funktion INDEX auf 2 verschieden Arten verwenden.

Einerseits als Matrix Version, da gibt die Funktion einen Wert aus dem zu Grunde liegenden Bereich wieder.

Und Andererseits kann man mehrerer Bereiche als Bezug angeben und mit dem Attribut Bereich dann den jeweiligen Bereich wählen.

Das Ergebnis einer INDEX Funktion ist immer ein Zellenbezug und wird von anderen Funktionen auch so interpretiert. Lediglich die weitere Funktion oder Rechenart entscheidet über die Ausgabe. Abhängig von der weiteren Formel wird von INDEX dann ein Wert oder ein Bezug geliefert.

In den folgenden Beispielen zeige ich dir die unterschiedlichen Versionen.

Matrix Version

Die Werte aus dem Schnittpunkt aus Zeile und Spalte werden wiedergegeben.

Ist der zu Grunde liegende Bereich nur eindimensional, so reicht die Angabe eines Wertes. Excel erkennt automatisch, ob es sich dabei um eine Zeile oder Spalte handelt.

In folgendem Bild siehst du unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten.

Die Übungsdatei aus dem das Bild, findest du wie immer hier zum Download: Übungsdatei INDEX

Bezug Version

Da die Funktion INDEX als Ergebnis immer einen Zellenbezug liefert, kann sie auch in Formeln verwendet werden, die einen Zellenbezug benötigen.

In folgendem Bild findest du wieder verschieden Beispiele für den Einsatz.

TIPP: Wenn du das Zeilen oder Spalten Argument mit 0 angibst und das jeweils andere Argument als Zahl, wird immer die gesamte Spalte oder Zeile als Bezug verwendet. Das siehst du in dem ersten Beispiel.

Beispiel Marathon

Als letztes Beispiel möchte ich dir mit den Ausgangsdaten aus dem Artikel über die Funktion VERGLEICH die Funktion INDEX nochmal näherbringen.

Im Grunde führt die Funktion INDEX genau die umgekehrte Suche aus wie die Funktion VERGLEICH. Wenn du dich erinnerst, musst du in der Funktion VERGLEICH, den Suchbegriff eingeben und erhältst die Position im Bereich. Mit der Funktion INDEX erhältst du nun den Wert an einer bestimmten Position im Bereich.

So kannst du nun die Funktion INDEX verwenden, um nach Eingabe einer Platzierung, den Läufer zu finden.

Wenn du noch weitere Beispiel kennen lernen möchtest, kann ich dir dieses Video empfehlen.

Darauf musst du beim Einsatz der Funktion INDEX achten

Setzt du die Funktion INDEX ein musst du auf folgendes achten.

  • Die Argumente Zeilen und Spalten müssen Zahlen sein.
  • Du kannst nicht außerhalb des Bereichs suchen. Sonst erhältst du den Fehler #BEZUG.
  • Gibst du als Zeile oder Spalte eine 0 an, so gibt INDEX das Array von Werten für die gesamte Spalte oder Zeile zurück.
  • Das Ergebnis einer INDEX Funktion ist immer ein Zellenbezug.
  • Verwendest du in der Bezug Version mehrere Bereiche, so musst du diese mit einer Klammer umschließen.

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