Das hier ist Teil 3 der Serie „So erstellst du dir einen Terminplaner in Excel“.

Die anderen Teile findest du, indem du auf einen der folgenden Links klickst:

Teil 1: So erstellst du dir einen Terminplaner in Excel die Ausgangsdaten

Teil 2: So erstellst du dir einen Terminplaner in Excel das Herzstück

Teil 4: So erstellst du dir einen Terminplaner in Excel das Makro und die letzten Arbeiten

In diesem Artikel lernst du, wie du mithilfe von Formeln und ganz einfachen Makros, einen Terminplan erstellen und benutzen kannst.

Im vorherigen Teil haben wir das Herzstück der Datei zu erstellen, das Jahresblatt, hier machen wir direkt weiter mit den Formeln.

Bisher haben wir die Formeln für die Feiertage, für die Eintragung der sonstigen Termine und der Arbeitszeiten erstellt.

Als Nächstes erfolgt die Prüfung, ob es sich überhaupt um einen Arbeitstag handelt.

Arbeitstage im Terminplaner ermitteln

Wie legen wir fest, ob es sich um einen Feiertag handelt oder nicht?

  • Mithilfe der Formel, ob der Wochentag des aktuellen Datums größer ist als 5
  • Ob die Einstellung in den Stammdaten, ob Wochenenden geblockt werden sollen aktiviert ist
  • Ob die Spalten mit den Feiertagen und den sonstigen Terminen leer sind

Im nächsten Schritt bestimmen wir, wie viele Personen an dem Termin teilnehmen können.

Formelerstellung zur Überprüfung der maximalen Teilnehmerzahl im Terminplaner

Dazu brauchen wir folgende Bestandteile:

  • Der Raum, der gebucht werden soll
  • Die Personen, die teilnehmen möchten
  • Wie viele freie Plätze gibt es in den jeweiligen Räumen
  • Wie viele Plätze sind zum gewählten Termin frei

Den Raum, der gebucht werden soll in den Terminplaner eintragen

Hier müssen wir nur bestimmen, ob die Zeit aus der aktuellen Zelle innerhalb des Termins liegt, der gebucht werden soll.

Wenn das stimmt, dann soll der Name des zu buchenden Raumes eingetragen werden.

Anzahl der Teilnehmer im Terminplaner ermitteln

Auch hier nutzen wir wieder die Formeln aus dem vorherigen Beispiel nur fügen wir diesmal die Anzahl der Teilnehmer ein, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

Die beiden Formeln musst du nicht mit den beiden WENN-Schleifen aufbauen. Du kannst auch eine UND-Funktion im ersten Argument der WENN-Formel einfügen, um zum selben Ergebnis zu gelangen.

Das würde dann so aussehen:

Wie viele freie Plätze stehen insgesamt im Terminplaner zur Verfügung

Nachdem wir nun wissen, wann welcher Raum mit wie vielen Personen gebucht werden soll, müssen wir noch herausfinden, wie viele Plätze überhaupt frei sind.

Und das je Raum, da der Nutzer ja in jeden Raum buchen könnte. Auch das hinzubuchen muss ja möglich sein.

Bei der folgenden Formel ist wichtig, dass die Struktur der eingetragenen Termine einem bestimmten Schema entspricht. Nämlich einem “_“ nach dem Raumnamen und vor den Teilnehmern.

Genau nach diesem Trennzeichen suchen wir anschließen und bestimmen so, wie viele Teilnehmer bereits im Raum sind. Du kannst natürlich ein beliebiges eindeutiges Trennzeichen verwenden.

Und hier die fertige Formel:

Erste Ebene der Formel

In der obersten Ebene steht eine WENN-Funktion die prüft, ob es sich bei der aktuellen Zeile um keine gültige Arbeitszeit oder keinen gültigen Arbeitstag handelt, wenn das zutrifft, gibt die Formel eine leere Zelle aus.

Du könntest das natürlich auch umdrehen, also prüfen, ob es sich um einen gültigen Arbeitstag und eine gültige Arbeitszeit handelt, das würde die Datei aber unnötig verlangsamen. Genaueres dazu erfährst du hier: Wartest du ewig bis eine Formel berechnet ist? So erhöhst du die Performance

TIPP: Wenn es möglich ist, baue in großen Dateien WENN-Funktionen immer so auf, dass wenn die Bedingung zutrifft zuerst die Leere Zelle ausgegeben wird. So muss die Formel nicht erst alle Unterebenen durchlaufen. Das macht das Arbeitsblatt schneller. Wenn du mehr über Geschwindigkeitsoptimierungen wissen möchtest, kann ich dir den Artikel Wartest du ewig bis eine Formel berechnet ist? So erhöhst du die Performance empfehlen.

Ist die Bedingung falsch, ist es also ein regulärer Arbeitstag und innerhalb der Arbeitszeit, wird die zweite Ebene aktiv.

Zweite Ebene der Formel

Dies beginnt wieder mit einer WENNFEHLER Funktion, die uns im Fehlerfall keinen Wert zurückgibt.

Dritte Ebene der Formel

In der nächsten Ebene steht eine WECHSELNFunktion.

Diese ersetzt in einem Text einen bestehenden Teil mit einem neuen.

Doch was wollen wir ersetzen? Am Ende sollen in dieser Zelle eine Liste aller Räume und der verfügbaren Plätze stehen.

Also müssen wir alle Räume und deren Plätze verketten und dann die bereits gebuchten Plätze abziehen.

Und das machen wir mit der WECHSELN-Funktion.

Und weil wir zwei Termine je Tag vergeben können, sind auch zwei idente WECHSELN-Formeln ineinander verschachtelt.

Das erste Argument der ersten WECHSELN-Funktion ist also die erstellte Raumliste abzüglich der gebuchten Plätze des ersten Termins.

Das zweite Argument ist der Raum des zweiten Termins falls vorhanden inkl. der maximalen Plätze. Dieses wird mit dem neuen Text, der im dritten Argument steht, ersetzt.

Das dritte Argument ist der Raum des zweiten Termins allerdings diesmal mit der gebuchten Anzahl an Teilnehmer.

Die Argumente sehen wir uns nun im Detail an.

Vierte Ebene der Formel

Beginnen wir hier von hinten.

Das dritte Argument sieht so aus:

=WENNFEHLER((LINKS(D5037;FINDEN(„_„;D5037)-1))    &“_„&    SVERWEIS((LINKS(D5037;FINDEN(„_„;D5037)-1));tbl_raume;2;FALSCH)    –    (LÄNGE(D5037)    –   LÄNGE(WECHSELN(D5037;“;„;““)));““)

Die WENNFEHLER-Funktion gibt nun wieder keinen Wert aus, im Fehlerfall, das Vorgehen kennst du ja bereits.

Die Formel besteht wiederum aus drei Teilen.

Im ersten Teil, der LINKS-Funktion wird aus der Zelle D5037 der Raum ausgelesen. Oder besser gesagt alle Zeichen bis zum “_“.

Deshalb ist es auch so wichtig, wie ich dir vorhin bereits beschrieben habe, eindeutige Trennzeichen zu verwenden. Denn nur so kannst du Raum und Teilnehmer trennen.

Der nächst Teil der Formel sucht nun mittels SVERWEIS in der Tabelle mit den Räumen mithilfe derselben LINKS-Funktion nach den maximalen Plätzen für diesen Raum.

Im dritten Teil wird die Anzahl an “;“ bestimmt, denn dieses Zeichen folgt auf jeden Teilnehmer und entspricht somit der Teilnehmeranzahl, die bereits im Raum sind. Dazu wird einfach die Länge des Textes ohne “;“ von der Gesamtlänge des Textes abgezogen.

Der dritte Teil wird nun vom zweiten subtrahiert und mit dem Ersten verkettet.

Würdest du nur den ersten und zweiten Teil verketten ergibt das den gebuchten Raum mit der maximalen Anzahl an Teilnehmer.

Werden die bereits gebuchten Teilnehmer aber vorher abgezogen, erhältst du den Raum inklusive der noch verfügbaren Plätze.

Und hier die Formel aufgelöst.

=WENNFEHLER(    R1    &“_“&    4    –    2    ;““)

=WENNFEHLER(    „R1_2″    ;““)

=R1_2

Das zweite Argument ist ident, dem dritten jedoch wird hier nur der Raum mit den maximalen Teilnehmern ermittelt.

=WENNFEHLER((LINKS(D5037;FINDEN(„_„;D5037)-1))    &“_„&    SVERWEIS((LINKS(D5037;FINDEN(„_„;D5037)-1));tbl_raume;2;FALSCH)    –    (LÄNGE(D5037)    ;““)

=WENNFEHLER(    R1    &“_„&    4    ;““)

=WENNFEHLER(    „R1_4“    ;““)

=R1_4

In der WECHSELN-Funktion wird nun der Text aus dem dritten Argument mit dem aus dem zweiten ersetzt und so ergibt sich eine Kette der Räume mit den aktuell noch freien Plätzen.

Aber Moment, das erste Argument fehlt ja noch. Das schauen wir uns jetzt in der nächsten Ebene an.

 Fünfte Ebene der Formel

Das erste Argument der ersten WECHSELN Funktion ist einfach erklärt.

Es ist eine weiter WECHSELN-Funktion in einer WENNFEHLER Funktion.

Das zweite und dritte Argument der WECHSELN-Funktion sind ident, mit der ersten jedoch referenzieren sie diesmal auf den ersten Termin.

Das erste Argument ist nun anders, hier wird über die Funktion TEXTVERKETTEN, aus der Tabelle mit den Räumen eine Kette aller Räume inkl. Der maximalen Plätze erzeugt.

Und genau derselbe Teil findet sich auch wieder im zweiten Argument der WENNFEHLER Funktion.

TIPP: Wenn du so große Arbeitsblätter erstellst, teste dazwischen immer wieder, ob deine Formeln bisher alle so funktionieren, wie du es möchtest. Das erspart dir am Ende eine langwierige Fehlersuche.

Jetzt aber noch mal die Formel im Ganzen erklärt und getestet.

Die gesamte Formel im Terminplaner erklärt

Ich löse die Formel Stück für Stück anhand eines Beispiels auf damit du verstehst, wie sie funktioniert.

Unser Beispiel sieht folgendermaßen aus:

Im ersten Termin ist ein Raum mit drei Teilnehmern gebucht und im zweiten ein Raum mit zwei Teilnehmern.

1 Schritt:

Wahrheitstest prüft, ob der Wert in der Spalte Arbeitstag und der Wert in der Spalte Arbeitszeit einem „NEIN“ entsprechen. Ist das der Fall, gibt die Formel nichts aus, in unserem Test trifft das nicht zu daher geht es weiter mit dem zweiten Argument der WENN Formel.

2 Schritt:

Nun springen wir in die zweite WECHSELN-Funktion, hier wird der Text, der neue und alte Teil berechnet und anschließend zusammengeführt also der alte Teil im Text mit dem neuen ersetzt.

Und danach wird noch die WENNFEHLER Formel aufgelöst, dieses Ergebnis wiederum ergibt den Text der ersten WECHSELN Funktion.

3 Schritt:

Jetzt wird das zweite und dritte Argument der ersten WECHSELN Funktion berechnet und anschließend die WECHSELN Funktion aufgelöst.

4 Schritt:

Zum Abschluss wird noch die WENNFEHLER-Funktion und dann die WENN-Funktion berechnet.

Dann erhalten wir als Ergebnis die Räume und die freien Plätze als eine Kette.

Aber stimmt die Formel auch? Lasse es uns überprüfen.

Maximal sind folgende Plätze verfügbar:

R1_4; R2_4; R3_7; R4_16; R5_25; R6_23

Im ersten Termin werden drei Plätze im Raum R5 besetzt und im zweiten zwei Plätze im Raum R1.

Das bedeutet, im Raum R1 sind nur noch 2 frei und im Raum R5 nur noch 22.

Und so sieht das Ergebnis der Formel aus:

R1_2_R2_4_R3_7_R4_16_R5_22_R6_23

Ich würde sagen, es funktioniert.

Somit ist ein großer Bestandteil unseres Terminplaners fertig, wir können feststellen, wie viele Plätze in welchem Raum zu den einzelnen Zeiten zur Verfügung stehen.

Als Nächstes kümmern wir uns darum, festzustellen, wie viele Plätze zum gewählten Termin frei sind.

Wie viele freie Plätze stehen zum ausgewählten Termin zur Verfügung

Dazu nutzen wir folgende Formel:

Diese Formel ermittelt im Kern, die Differenz zwischen der Länge der Zeichen bis zum nächsten Raum des gewählten Termins abzüglich der Länge der Zeichen bis zum gewählten Termin. Abzüglich 4 Zeichen da diese immer gleich sind also 2 Zeichen für den Raum eines für den Unterstrich und eines für die erste Zahl der Anzahl der Plätze.

Klingt vielleicht etwas kompliziert, wenn du die Formel aber auflöst, wirst du schnell dahinterkommen.

Wie du da am besten vorgehst, erfährst du in diesem Artikel: So gelingt dir jede Formelanalyse

Darüber befindet sich dann eine TEIL-Funktion, die nun die Zeichen für die freien Plätze im Raum ausgibt.

Und darüber eine ZAHLENWERT-Funktion, die den Text nun in eine Zahl umwandelt.

Dadurch erhalten wir die Anzahl an freien Plätzen des gewählten Raumes.

Sind die gewünschten Plätze noch frei

Die nächste Formel überprüft, ob die gewünschten Plätze zum eingetragenen Termin überhaupt noch frei sind.

Viele der hier gezeigten Formeln werden natürlich nur ausgegeben, wenn überhaupt ein Termin eingetragen ist. Sollte keiner eingetragen sein, wird auch keine Formel berechnet und eine leere Zelle ausgegeben.

Damit haben wir auch schon alle Formeln erstellt, die überprüfen, ob genügend Plätze zum gewählten Termin verfügbar sind.

Im nächsten Schritt kümmern wir uns um die Überprüfung, ob der gleiche Termin wie der bereits bestehende gebucht wird und somit eine hin zu Buchung möglich ist.

Formelerstellung zur Überprüfung, ob der gleiche Termin wie ein bereits bestehender gebucht wird im Terminplaner

Ob es möglich ist, einen neuen Termin zu einem bestehenden hinzuzubuchen, prüfen wir mit folgenden Bedingungen.

  • Sind die Plätze, die gebucht werden sollen, frei?
  • Ist exakt in dem Zeitraum, der gebucht werden soll, ein Termin eingetragen?
  • Ist der gleiche Raum bereits eingetragen, der gebucht werden soll?

Schauen wir uns die Punkte im Detail an.

Sind die Plätze, die gebucht werden sollen, frei?

Der Termin kann nur hinzugebucht werden, wenn auch die nötigen Plätze frei sind.

Diese Prüfung haben wir bereits durchgeführt und müssen das Ergebnis nur weiterverarbeiten.

Ist exakt in dem Zeitraum, der gebucht werden soll, ein Termin eingetragen?

Die Termine müssen natürlich exakt übereinstimmen, um ein hinzubuchen zu erlauben. Denn nur dann ist es wirklich der gleiche Termin.

Denk an eine digitale Veranstaltung, die um 8:00 Uhr beginnt und um 12:00 Uhr endet. Es ist sicher nicht gerade hilfreich, wenn Personen alle 30 Minuten hinzukommen und dann wieder 45 Minuten vor Ende gehen.

Ist der gleiche Raum bereits eingetragen, der gebucht werden soll?

Auch das ist logischerweise wichtig. Denn ich kann einen Termin nur zu einem bestehenden hinzubuchen, wenn der Raum derselbe ist.

Und natürlich gelten auch wieder die anderen Bedingungen ein Hinzubuchen ist nur möglich, wenn überhaupt ein Termin gebucht ist und wenn überhaupt ein Termin eingetragen werden soll. Außerdem muss der Terminslot natürlich richtig ausgegeben werden.

Lass uns also die Formel erstellen.

Der Formelaufbau

Für die Ungeduldigen hier die fertige Formel:

Die Formel besteht im Wesentlichen aus drei Teilen.

Der Prüfung, ob überhaupt ein Termin eingetragen ist und ob die nötigen Plätze frei sind, nur wenn das erfüllt ist, werden weitere Schritte durchgeführt.

Als Nächstes wird überprüft, ob eine Zelle darüber in der Spalte für den ersten Termin leer ist und ob die ersten beiden Zeichen in der Zelle des Terminslots mit dem zu buchenden Raum übereinstimmen. Wenn das der Fall ist, handelt es sich um den Terminanfang und es wird ein „T1“ ausgegeben, als Zeichen, dass der erste Termin frei ist.

Trifft das nicht zu kommt der dritte Teil ins Spiel, der überprüft, ob in einer Zelle darüber bereits ein Wert enthalten ist, der „T1“ entspricht. Und wieder ob die ersten beiden Zeichen in der Zelle des Terminslots mit dem zu buchenden Raum übereinstimmen. Wenn das der Fall ist, handelt es sich um eine Zeit innerhalb des Termins und es wird ein „T1“ ausgegeben.

Trifft aber auch das nicht zu, werden die gleichen Prüfungen noch mal für den zweiten Termin durchgeführt.

Sind dort die Prüfungen positiv, wird „T2“ ausgegeben.

Sollten alle Prüfungen negativ sein, wird ein „NEIN“ ausgegeben, was bedeutet, dass der zu buchende Termin zu keinem hinzugebucht werden kann.

Diese Art der Überprüfung lässt sich auch mit einer SUMMENPRODUKT-Funktion durchführen.

Also die Prüfung, ob exakt der gleiche Termin eingetragen wird. Und zwar würde die Formel dafür so aussehen:

=SUMMENPRODUKT((LINKS($D$12:$D$35148;2)=$K$12:$K$35148)*($K$12:$K$35148<>““))=ZÄHLENWENN($K$12:$K$35148;K5036)

Das ist das Herrliche an Excel für ein Problem gibt es hunderte Lösungswege.

Einen Teil dieser Formel werden wir später noch nutzen.

Wir nähern uns langsam dem Ende, wir brauchen aber noch eine generelle Aussage, ob der Termin möglich ist oder nicht.

Formelerstellung zur Überprüfung, ob ein Termin möglich ist

Das können wir ganz einfach überprüfen.

Dazu benötigen wird die Aussage, ob ein Termin gebucht werden soll, das haben wir.

Ob der zu buchende Termin innerhalb der Arbeitszeit eines Arbeitstages liegt oder nicht, auch das haben wir.

Ob die gewünschten Plätze frei sind, auch diese Aussage haben wir.

Außerdem, ob der Termin zu einem bestehenden hinzugebucht werden kann und auch die Formel, die uns diese Aussage liefert, haben wir erstellt.

Dann fehlt nur noch die Information, ob überhaupt ein Terminslot frei ist. Und damit beginnen wir.

Ist überhaupt noch ein Terminslot frei?

Hier gilt es einfach zu überprüfen, ob in dem Zeitraum, in dem der neue Termin gebucht werden soll, kein anderer Termin eingetragen ist, in einem der beiden Terminslots.

Hier kommt uns die SUMMENPRODUKT-Funktion zu Hilfe.

Mit Ihr können wir einen ganzen Bereich überprüfen und nicht nur einzelne Zeilen.

Die Formel sieht so aus:

Die WENN-Teile der Formel sind denke ich soweit klar, daher kümmern wir uns näher um die SUMMENPRODUKT-Funktion.

Ziel ist es eine Aussage zu bekommen, ob während des gesamten Termins irgendein Terminslot frei ist.

Die Funktion SUMMENPRODUKT multipliziert Arrays miteinander und gibt das Ergebnis in Form einer Zahl wieder aus. Das bedeutet also, wenn wir es hinbekommen, dass wir die Textwerte des zu buchenden Raumes und der Terminslots in Zahlen umwandeln können, dann können wir diese in der SUMMENPRODUKT-Funktion verwenden.

Und dazu wiederum nutzen wir einfach die Funktion ISTTEXT(), die überprüft, ob eine Zelle einen Text enthält und wenn ja, ein WAHR ausgibt.

Und was erhält man, wenn man den Wert WAHR mit einem WAHR multipliziert? Richtig den Wert 1. Also eine Zahl.

Wenn also in der ISTTEXT()-Funktion kein einziges WAHR vorkommt, bedeutet das, die Spalte ist leer.

Und wenn die Spalte Leer ist, dann kann dort ein Termin eingetragen werden.

Hier mal zum besseren Verständnis ein kleines Beispiel.

Freier Terminslot Beispiel

Das ist unsere Ausgangslage:

Die SUMMNEPRODUKT-Funktion nimmt alle Werte aus der ersten ISTTEXT() Funktion und multipliziert sie mit der zweiten.

Die ISTTEXT()-Funktion wiederum überprüft jede Zelle aus dem Bereich, ob sie einen Text enthält und erstellt so ein Array aus WAHR und FALSCH.

Wenn du die Formeln Schritt für Schritt berechnest, würde das so aussehen:

=SUMMENPRODUKT(ISTTEXT(E3:E9)*ISTTEXT(G3:G9))

=SUMMENPRODUKT(ISTTEXT({0;0;0;0;“R5_TE1;TE2;TE5;“;“R5_TE1;TE2;TE5;„;“R5_TE1;TE2;TE5;„})*ISTTEXT({„R4„;“R4„;“R4„;“R4„;“R4„;“R4„;“R4„}))

=SUMMENPRODUKT({FALSCH;FALSCH;FALSCH;FALSCH;WAHR;WAHR;WAHR}*{WAHR;WAHR;WAHR;WAHR;WAHR;WAHR;WAHR})

=SUMMENPRODUKT({0;0;0;0;1;1;1})

=3

Das erste Array wird mit dem zweiten multipliziert.

Also FALSCH mit WAHR, FALSCH mit WAHR usw.

FALSCH mit WAHR multipliziert ergibt 0 und WAHR mit WAHR 1.

Und genau das machen wir uns auch zunutze. Und können so bestimmen, ob einer der beiden Terminslots leer ist.

Nun aber zur Aussage, ob der Termin möglich ist oder nicht.

Ist der Termin möglich?

Was sind hierfür die Bedingungen?

  • Natürlich muss ein Termin eingetragen werden
  • Der gewählte Termin muss innerhalb der Arbeitszeit liegen und es muss sich um einen Arbeitstag handeln
  • Die zu buchenden Plätze müssen frei sein
  • Es muss entweder eine hin zu Buchung möglich sein oder
  • Mindestens ein Terminslot muss frei sein
  • Und wenn ein Terminslot frei ist, darf der zu buchende Raum nicht im anderen verwendet werden

Übersetzt in eine Formel sieht das so aus:

Die Formel besteht im Wesentlichen aus vier Ebenen.

Ebene 1

Die erste Ebene überprüft, ob überhaupt ein Termin eingetragen werden soll, wenn nicht wird eine leere Zelle ausgegeben.

Ebene 2

In der nächsten wird überprüft, ob der zu buchende Termin innerhalb der Arbeitszeiten an einem Arbeitstag liegt.

Ebene 3

Ebene 3 überprüft zwei Dinge erstens sind die Plätze noch frei, die gebucht werden sollen und zweitens wird der Termin zu einem bestehenden hinzugebucht, wenn beide Antworten Ja lauten, kann der Termin eingetragen werden.

Ebene 4

Hier werden folgende Dinge überprüft, die alle WAHR sein müssen, damit der Termin eingetragen werden kann.

Sind die gewünschten Plätze noch frei? Ist einer der beiden Terminslots noch frei? Und wenn einer der beiden Terminslots noch frei ist, ist im anderen Slot der gleiche Raum nicht gebucht?

Sind diese drei Bedingungen erfüllt, dann kann der Termin stattfinden.

Formelerstellung zum Eintrag der geblockten Termine in den Terminplaner

Jetzt fehlt nur noch, dass wir die neuen Gesamttermine erstellen.

Du erinnerst dich, das Makro soll dann diese neu erstellten Termine über die alten Schreiben.

Mit dieser Formel tragen wir den neuen oder bestehenden Termin ein.

Sie überprüft in den ersten beiden Schritten, ob ein Termin eingetragen wird und ob ein Termin überhaupt möglich ist.

Im nächsten Schritt wird geprüft, ob der Termin zu einem bestehenden hinzugebucht wird. Wenn das zutrifft, wird der Text aus dem Terminslot 1 mit den Namen aus der Eingabemaske verkettet.

Trifft es nicht zu, dass ein Termin zu einem bestehenden hinzugebucht wird, wird überprüft, ob der freie Terminslot T1 lautet und dann wird der Raum mit den Namen aus der Eingabemaske verkettet.

Trifft das alles nicht zu also es gibt keine Möglichkeit, den Termin zu einem bestehenden hinzuzubuchen und Terminslot 1 ist nicht frei, wird einfach der bestehende Text aus Terminslot 1 übernommen.

Die Gleiche Formel wird auch für Terminslot 2 eingesetzt natürlich angepasst an die anderen Referenzen.

Jetzt bin ich aber sehr froh, wir haben ein sehr großes Stück geschafft. Unsere Datei stellt nun eigenständig fest, ob ein Termin möglich ist oder nicht und kombiniert alle Aussagen dann zu einem neuen Termin.

Du siehst auch, warum das Aufteilen in Spalten so wichtig ist, dass alles in eine Formel zu packen halte, ich für unmöglich oder zumindest wäre man eine sehr lange Zeit damit beschäftigt.

Jetzt fehlt nicht mehr viel. Im nächsten Artikel kümmern wir uns noch um die Formeln in der Eingabemaske, die dem Nutzer einen alternativen Termin und eine alternative Zeit vorschlagen und mitteilen, ob der Termin möglich ist oder nicht.

Außerdem fehlt noch das Makro und der Übertrag der Termine in die Monatsblätter, aber dazu im nächsten Teil mehr.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den nächsten Teil der Serie „So erstellst du dir einen Terminplaner in Excel“.

Teil 4: So erstellst du dir einen Terminplaner in Excel das Makro und die letzten Arbeiten

Und hier kannst du dir den fertigen Terminplaner herunterladen: Excel Terminplaner

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Dein Michael, alias Doktor Excel der smarte Excel Problem Löser

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Doktor Excel

Doktor Excel

Heißt eigentlich Michael und arbeitet seit über 10 Jahren privat und beruflich mit Excel. Er hat dabei viele Zeitsparende Arbeitsweisen kennen gelernt und teilweise selbst entwickelt.

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