Der Excel Zellbezug ist für mich ein ebenso wichtiger Bestandteil von Excel wie Formeln oder Diagramme.

Ein Zellbezug ermöglicht es dir eine andere Zelle in eine Formel einzubinden und so auf sie zu verweisen damit bist du effizienter und schneller in deiner Arbeit.

In diesem Artikel lernst du, welche unterschiedlichen Zellbezüge und Referenzen es gibt, wie du sie richtig einsetzt und worauf du dabei achten musst.

Die unterschiedlichen Arten von Zellbezügen und alle hier gezeigten Beispiele findest du in der Übungsdatei übersichtlich aufbereitet. Lade sie dir am besten herunter und nutze sie zur Unterstützung.

Hier findest du sie: Übungsdatei Excel Zellbezug

Was ist ein Zellbezug

Zellbezug, Zellreferenz oder Verweis?

Diese drei Begriffe stehen oft stellvertretend für die gleiche Funktion in Excel und du darfst sie gerne nennen wie du möchtest.

Auf der offiziellen Microsoft Excel Seite wird der Begriff Zellbezug genutzt und daher möchte auch ich diesen verwenden.

Nur damit du weißt, dass ich dasselbe meine, wenn ich eine Referenz einen Bezug oder einen Verweis erwähne.

Du kannst einen Zellbezug in einer Formel, einem Dialogfeld oder einer anderen Anwendung in Excel einsetzen, um dem Programm mitzuteilen, dass es die Werte aus eben diesem Bezug zur Berechnung verwenden soll.

Das wird über die Adresse der Zellen oder des Bereiches realisiert.

So gibt zum Beispiel die Formel in Zelle B4 durch =B2 den Wert aus B2 wieder.

Damit hast du eine direkte Verbindung zwischen der Zelle B2 und B4 hergestellt.

Jedes Mal, wenn du den Wert in B2 änderst, dann ändert sich auch der Wert in B4.

Wenn du nicht besonders vertraut mit Zellen und deren Adressen bist, dann solltest du dir diesen Artikel genauer ansehen: Zellen, Zeilen und Spalten in Excel

In Excel gibt es jedoch nicht nur den Zellbezug, auch viele andere Bezugsarten unterstützen dich in deiner Arbeit und erleichtern sie.

Die unterschiedlichen Arten eines Zellbezuges

Du kannst zwischen folgenden fünf Bezugsarten in Excel unterscheiden.

Es gibt natürlich von allen Arten Abwandlungen.

  • Zellbezug
  • Bezug auf ein dynamisches Array
  • Namensbezug
  • Strukturelle Referenzen
  • 3D-Bezug

In folgendem Bild findest du die einzelnen Bezüge und was diese bewirken.

Absolute-, relative- und gemischte Zellbezüge

Der Zellbezug ist der einfachste und der wahrscheinlich am häufigsten verwendete Bezug in Excel.

Er kann in drei unterschiedliche Arten unterteilt werden. Den absoluten Bezug, den relativen Zellbezug und den gemischten Bezug.

Was die Bezüge unterscheidet ist die Anzahl und Position der $-Zeichen in der Adresse.

Diese $-Zeichen führen dazu, dass die Spalte oder die Zeile beim Kopieren der Formel unverändert bleibt.

Du kannst also mit dem setzen der $-Zeichen bestimmen, welcher Teil unverändert bleiben soll und welcher nicht.

Es ist wichtig, dass du dir merkst, die Spalte oder Zeile mit dem $-Zeichen davor bleiben unverändert, wenn du die Zelle mit der Formel kopierst.

Das kannst du ganz gezielt in deinen Arbeitsblättern einsetzen, wie du in folgendem Beispiel siehst. Ich habe nur die Formel in Zelle C18 erstellt und dann an die anderen Stellen kopiert.

Es ist auch sinnvoll, Absolute Bezüge einzusetzen, wenn du auf eine Zelle außerhalb deines Bereiches verweisen möchtest, wie in folgendem Beispiel:

So kannst du die Bezugsart schnell und einfach ändern

Wenn du Zellbezüge ändern möchtest, also von einem Absoluten in einen relativen umwandeln oder umgekehrt, dann musst du die $-Zeichen nicht einzeln eingeben.

Mit der Taste F4 kannst du Bezüge schnell und unkompliziert in relative oder absolute umwandeln.

Dazu stellst du dich mit dem Maus Cursor einfach innerhalb des gewünschten Bezuges und drückst du F4 Taste. Je nachdem wie oft du drückst ändert sich der Bezug.

Ohne drücken: C9

Einmal drücken: $C$9

Zweimal drücken: C$9

Dreimal drücken: $C9

Viermal drücken: C9

So kannst du einen Excel Zellbezug ganz einfach fixieren.

Alle die hier erwähnten Regeln und Funktionen gelten auch für einen Bezug auf einen Zellbereich oder in jeder Konstellation wo du Zelladressen einsetzt.

Der einzige Unterschied beim Bezug auf einen Bereich ist, dass zwei Zelladressen ins Spiel kommen, getrennt durch den Bereichsoperator also dem Doppelpunkt.

Bezug auf Dynamische Arrays

Der Bezug auf Dynamische Arrays ist da schon eine etwas andere Kategorie in den Zellbezügen, aber keine Angst, er ist keinesfalls zu schwierig zu verstehen.

Dazu muss ich nur etwas weiter ausholen und dir kurz erklären, was ein Array ist.

Wenn du darüber mehr erfahren und Array Formeln zukünftig nutzen möchtest, was ich dir nur raten kann, dann schau dir meinen Artikel dazu an, diesen findest hier: Array- und Matrix Formeln einfach erklärt

Ein Array in Excel ist ein Verbund oder eine Sammlung an verschiedenen Werten in einer Zelle.

Die unterschiedlichen Darstellungen beschreiben ein und dasselbe. Einen mit Werten gefüllten Bereich der zwei Spalten breit und zwei Zeilen hoch ist.

Doch was genau ist hier der Unterschied?

Zum einen hast du hier vier gefüllte Zellen mit den Werten 1, 2, 3 und 4.

Die erste Schreibweise ist die Darstellung eben dieser 4 Werte als ein Array.

Die zweite Schreibweise ebenso.

Beide beziehen sich auf die Ausgangswerte.

Der Bezug auf das dynamische Array oder auf das Array hingegen, bezieht sich eben auf ein Array.

Dazu musst du noch eines verstehen.

Warum gibt es dynamische Arrays?

Zu Beginn musstest du, wenn du Array Formeln verwenden wolltest, immer erst alle Zellen auswählen, die eben diese enthalten sollten und danach die Formel in alle diese Zellen einfügen.

Die Menge der Ausgegebenen Werte konnte dabei jedoch Variieren und so waren oft nicht alle der ausgewählten Zellen gefüllt. Was aber kein Problem war denn du kanntest ja den Bereich indem die Werte auftreten konnten und somit konntest du immer einen Bezug dazu herstellen.

Mit der Einführung von dynamischen Arrays, war es so, dass die Array Formeln nur noch in eine Zelle eingegeben wurden und alle notwendigen Zellen befüllt haben.

Das Problem dabei ist jedoch, wie stellst du einen Bezug auf einen veränderlichen Bereich her?

Eben mit einem speziellen Bezug, dem Bezug auf ein dynamisches Array.

Diesen stellst du her, indem du die erste Zelle indem das Array beginnt eingibst und danach das #-Zeichen einfügst.

Namen als Bezug

Du kannst nicht nur Zelladressen als Bezug verwenden, es ist außerdem möglich, dass du einzelnen Zellen oder Bereichen Namen vergibst.

So ist eine eindeutige Zuordnung der Zelle möglich.

Außerdem ermöglicht dir die Benennung einer Zelle oder eines Bereiches klare eindeutige Formeln zu erstellen.

Oder findest du nicht, dass die untere Formel einfacher zu verstehen ist?

Du kannst allen möglichen Objekten in Excel einen Namen vergeben.

Dazu zählen neben den bereits erwähnten Zellen oder Zellbereichen aber auch Tabellen, Diagramme, Bilder und viele mehr.

Eine Übersicht der unterschiedlichen Elemente und mit welchem Schema ich diese in meinen Projekten benenne, findest du in diesem Artikel: 16 Tipps für ein professionelles Excel Tabellen Design

Aber wie kannst du einem Elemente oder einer Zelle einen Namen vergeben?

Excel Zellbezug Namen definieren

Manche Elemente wie etwa Tabellen erhalten schon bei der Erstellung einen von Excel vordefinierten Namen. Leider ist dieser nicht besonders aussagekräftig, weswegen ich ihn auf alle Fälle ändern würde.

Andere wie etwa Zellen musst du immer erst benennen und das ist sehr einfach.

Markiere dazu einfach eine Zelle oder einen ganzen Bereich und gib den gewünschten Namen im Namenfeld ein. Danach bestätigst du mit der ENTER-Taste und schon hast du einen Namen erstellt.

Alternativ kannst du Namen auch über den Namens-Manager erstellen und auch verwalten.

Excel Zellbezug der Namens-Manager

Im Namens-Manager kannst du, wer hätte es gedacht, alle erstellten Namen verwalten und neue definieren.

Du findest den Namens-Manager, wenn du folgendem Pfad folgst: Register Formeln –> Gruppe definierte Namen –> Namens-Manager.

Dort sind alle Elemente mit einem Namen aufgelistet. Diese kannst du bearbeiten oder neue erstellen.

Deshalb solltest du Namen und den Namens-Manager in deinen Dateien verwenden

Die Verwendung von Namen hat viele Vorteile für dich. Einige davon habe ich dir bereits genannt.

Hier nun eine vollständige Liste aller Vorteile die für die Verwendung von Namen sprechen:

  • Klare, unmissverständliche Formeln.
  • Wenn du weit genug aus deinem Blatt heraus zoomst (unter 40% Zoomfaktor) dann werden dir Benannte Bereich eindeutig angezeigt. Das sieht dann so aus:
  • Über das Namensfeld kannst du direkt zu den Zellen oder Elementen mit einem Namen springen. Dazu wählst du über das Dropdown einfach das gewünschte Element aus.
  • Du kannst, wenn du eine Tabelle oder einen Bereich mit Spalten oder Zeilenüberschriften hast, aus eben diesem Bereich automatisch Bereiche mit Namen erstellen lassen. Wie das funktioniert, erfährst du hier.
  • Namen können ganz einfach in Formeln eingefügt werden. Diese erscheinen wie Funktionen in der Schnellauswahl. Einfach die Anfangsbuchstaben eines Namen eingeben und danach mit den Pfeiltasten den gewünschten Namen wählen und mit der TAB-Taste bestätigen. Schon ist der Name eingefügt.
  • Du kannst benannte Zellen und Bereiche ganz einfach verlinken.
  • Aber nicht nur Elemente lassen sich benennen. Du kannst auch Namen erstellen und dann feste Werte eingeben. So kannst du Fix-Werte erstellen und in all deinen Formeln verwenden.
  • Möchtest du eine Zelle nachträglich einen Namen geben, wenn du diese bereits in Formeln verwendet hast, ist das auch keine Problem. Allerdings musst du folgenden Befehl ausführen, um den Namen auch in deinen bestehenden Formeln umzuwandeln.

Wähle Registerkarte Formeln –> Gruppe Definierte Namen –> Dropdown bei Name definieren –> Name übernehmen …

So ersetzt du die Zelladresse in all deinen Formeln durch den Namen.

  • Mit der Taste F3 rufst du die Option zum Namen einfügen auf, das funktioniert sowohl in Formeln als auch in Dialogfeldern. Wenn du nun „Liste einfügen“ wählst, werden alle Namen und der Bereich, auf den sie sich beziehen übersichtlich aufgelistet.

Tipp: Mit der Taste F3 kannst du alle vorhandenen Namen aus einer übersichtlichen Liste einfügen.

Die von dir definierten Namen kannst du nun in Formeln oder Dialogfeldern verwenden.

Geballtes Wissen an einem Ort

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Strukturelle Referenzen

Das hört sich sehr theoretisch und trocken an, ist es aber gar nicht und auf alle Fälle einen Blick wert.

Ich habe dir in dem Artikel „Alle Vorteile einer Excel Tabelle und warum du sie einsetzen solltest bereits ausführlich erklärt, warum du strukturierte Referenzen einsetzen solltest und wie sie aufgebaut sind.

Kurz gesagt, kannst du mit ihnen eindeutig auf deine Tabellen verweisen. Das ist ähnlich zum Einsatz von Namen als Zellbezug.

Der Vorteil beim Einsatz von Tabellen ist der, dass sie bereits bei der Erstellung Namen erhalten.

Außerdem erhält jeder Bezug eine eindeutige Zuordnung über zum Beispiel Tabellenname und Spaltenüberschrift.

Der große Vorteil besteht darin, dass Tabelle und deren Spalten immer einzigartige Namen erhalten.

Du kannst auch mittels Zelladressen auf Tabellen verweisen und musst nicht zwingend strukturelle Referenzen verwenden.

Sobald du den Namen der Tabelle oder eine Spaltenüberschrift änderst, dann ändern sich auch alle Bezüge in den Formeln automatisch.

TIPP: Strukturelle Referenzen sind immer absolute Bezüge und werden beim Kopieren von Formeln in andere Zellen nicht geändert. Das kannst du umgehen, wenn du die Formel mit Hilfe des Ziehpunktes erweiterst.

TIPP: Sobald der Name der Excel Tabelle oder Spaltenüberschrift geändert wird, werden auch sämtliche Formeln aktualisiert.

Du kannst die Verwendung struktureller Referenzen aber auch jederzeit ausschalten.

Wähle dazu Optionen –> Formeln –> Arbeiten mit Formeln und deaktiviere die Option „Tabellennamen in Formeln verwenden“.

Dann verwendest du immer Zelladressen.

Wenn du mehr zur Arbeit mit Tabellen erfahren möchtest, dann kann ich dir wie bereits gesagt den Artikel dazu empfehlen. Den du hier findest: Alle Vorteile einer Excel Tabelle und warum du sie einsetzen solltest

Auch in der Übungsdatei kannst du weitere Beispiele dazu entdecken. Die Übungsdatei kannst du dir hier kostenlos herunterladen: Übungsdatei Excel Zellbezug

3D-Bezug

Als 3D Bezug wird ein Bezug auf mehrere Arbeitsblätter gleichzeitig bezeichnet.

Das bedeutet, du kannst die immer gleiche Zelle auf mehreren Arbeitsblättern auswerten.

Du erstellst ganz einfach eine Formel wie bisher. Wenn du nun auf eine Zelle verweist, wählst du das erste Arbeitsblatt für deine Auswertungen. Dann wählst du bei gedrückter SHIFT Taste das letzte Arbeitsblatt, das deine auszuwertenden Daten enthält.

Excel bezieht so alle Arbeitsblätter zwischen den beiden gewählten in die Berechnung mit ein.

Der Bezug sieht dann beispielsweise so aus:

=Summe(Tabelle2: Tabelle13!B5)

Die Formel addiert alle Werte, die in Zelle B5 enthalten sind, auf allen Arbeitsblättern zwischen und einschließlich den Arbeitsblättern „Tabelle2“ und „Tabelle13“.

Der 3D-Bezug funktionier leider nicht mit alle Funktionen. Aber in folgenden kannst du ihn einsetzen: SUMME, MITTELWERT, MITTELWERTA, ANZAHL, ANZAHL2, MAX, MAXA, MIN, MINA, PRODUKT, STDABW.N, STDABW.S, STABWA, STDABWNA, VAR.P, VAR.S, VARIANZA und VARIANZENA.

Eine Vollständige Liste aller Funktionen findest du hier.

Den 3D-Bezug kannst du sowohl in einer Zelle einsetzen als auch in Dialogfeldern und in der Namenserstellung.

Einschränkungen beim Einsatz eines 3D-Bezug

Auf folgende Einschränkungen beim Einsatz eines 3D-Bezuges solltest du achten:

  • 3D-Bezüge können in Arrayformeln nicht verwendet werden.
  • Die verwendeten Arbeitsblätter müssen hintereinander in der Arbeitsmappe aufgereiht sein.
  • 3D-Bezüge können nicht als Schnittmenge eingesetzt werden, weder mit dem Operator dafür noch in Formeln, die mit Schnittmengen arbeiten. Was genau das ist, erfährst du im nächsten Absatz

Was sind Bezugsoperatoren und warum sind sie wichtig?

Hört sich furchtbar theoretisch und langweilig an, ist aber sehr einfach zu verstehen.

Es gibt drei verschiedenen Bezugsoperatoren, das sind, wenn du so willst Hilfselemente, um einen Bezug zu beschreiben.

Der Bereichsoperator

Wird der : (Doppelpunkt) in einem Zellbezug verwendet, hat er die Funktion des Bereichsoperators.

In dieser Funktion beschreibt er mit zwei Zelladressen einen Bereich, der alle Zellen umfasst, die zwischen den beiden Zellen liegen einschließlich der beiden Zellen selbst.

Auch das klingt leider furchtbar langweilig, aber mit einem Beispiel wird dir sofort klar, was ich damit meine.

Der Bezugsoperator wird völlig automatisch erstellt, wenn du in einer Formel den Bereich mit der Maus markierst.

Der Vereinigungsoperator

Mit Hilfe des Vereinigungsoperators kannst du mehrere Bezüge zu einem zusammenfassen.

Das ; (Semikolon) Hilft dir also, verschiedene nicht zusammenhängende Bereiche zu einem Bezug zusammen zu führen.

Tipp: Wenn du bei der Formelerstellung die STRG-Taste gedrückt hältst, dann wird der Vereinigungsoperator automatisch erstellt.

Der Schnittmengenoperator

Die Leertaste zwischen zwei Zellbezügen wird als Schnittmengenoperator bezeichnet.

Dieser so erstellte Bezug gibt nur jene Zellen zurück, die in beiden Bezügen gleich sind.

Excel Zellbezug kopieren oder verschieben

Wie bereits erwähnt, ist einer der großen Vorteile von Bezügen der, dass du beim Kopieren oder Erweitern einer Formel den Zellbezug ganz nach deinen Wünschen steuern kannst.

Mit einem Absoluten Bezug etwa ändert sich der Bereich, auf den du verweist, nicht, sobald du die Formel kopierst, verschiebst oder erweiterst.

Ein relativer Bezug hingegen ändert sich sehr wohl, sobald du eine Formel kopierst oder erweiterst. Lediglich das Verschieben oder Ausschneiden und wieder einfügen hat keinen Einfluss auf ihn.

Mit diesem Wissen und einer kurzen Überlegung bei der Erstellung deiner Formeln, kannst du dafür sorgen, dass du Formeln nur einmal erstellen musst.

Excel übernimmt dann alle weiteren Änderungen in den Bezügen automatisch für dich.

Das erspart dir enorm viel Zeit und Frust, da Fehler nicht so leicht passieren können.

Ich denke damit ist es wieder Zeit für ein kleines Beispiel, um das eben gelernte zu vertiefen und besser zu verstehen.

Wie immer völlig kostenlos in der Übungsdatei zur Verfügung gestellt: Übungsdatei Excel Zellbezug

Die beiden Formeln habe ich nur einmal erstellt und dann in die anderen Zellen kopiert.

Hätte ich nicht gleich zu Beginn manche Bezüge als Absolute definiert und mir die Logik der Zellbezüge zu Nutze gemacht, so müsste ich jede Formel einzeln ändern.

Da bin ich sehr froh, dass Excel mir diese Hilfe zur Verfügung stellt.

Das Kopieren oder Erweitern einer Formel funktioniert auch sehr einfach, du hast entweder die Möglichkeit, die Zelle zu kopieren und am gewünschten Ort wieder einzufügen.

Oder du nutzt den Ziehpunkt rechts unten in der Ecke der Zelle.

Ziehe damit die Formel in alle gewünschten Zellen oder erweitere sie in alle folgenden Zellen mittels Doppelklick auf den Ziehpunkt.

Mehr dazu, wie du die Maus in Excel effizient einsetzen kannst, erfährst du in dem Artikel „Die Maus und die Pfeiltasten in Excel“.

Excel Zellbezug, Formeln die Zellbezüge als Ergebnis ausgeben

Du hast nun viel über die Verwendung von Zellbezügen in Formeln erfahren.

Bezüge kannst du aber nicht nur in Formeln einsetzen, sondern auch als Ergebnis erhalten.

Denn was genau ist ein Zellbezug oder ein Bezug im Allgemeinen, doch nichts anderes als Text und Zahlen.

Somit kann jede Formel die diese Werte als Ergebnis liefert, in irgendeiner Weise dabei behilflich sein, einen Zellbezug zu erstellen.

Spätestens wenn du Bezüge abhängig von einzelnen Werten erstellen oder ändern möchtest, können diese Formeln für dich hilfreich sein.

Folgende Funktionen erzeugen als Ergebnis einen Bezug oder Teile davon.

  • Mit der Funktion INDIREKT kannst du aus einem Text einen Bezug erstellen
  • Die Funktion ADRESSE erzeugt aus Zahlen eine Zelladresse
  • Mit der Funktion VERSCHIEBEN kannst du Zellbereiche um bestimmte Zeilen oder Spalten verschieben
  • Mit den Funktionen SPALTE und ZEILE kannst du die Zahl der Zeile und Spalte einer Adresse zurückgeben.

Mit diesen Formeln kannst du Bezüge ganz nach deinen Wünschen ändern und beeinflussen.

Vorteile von Bezügen

Ich denke der größte Vorteil, den du durch den Einsatz von Bezügen erhältst, liegt klar auf der Hand.

Du musst Formeln nicht mit festen Werten berechnen, sondern hast die Möglichkeit auf andere Werte zu Verweisen und diese schnell und unkompliziert immer wieder zu verwenden.

Dadurch ersparst du dir eine Überarbeitung jeder einzelnen Formel und musst nur den verlinkten Wert ändern.

Was dir eine enorme Zeitersparnis bietet und mögliche Fehler verhindert.

Darüber hinaus bieten dir absolute und relative Bezüge die Möglichkeit Formeln einfach und schnell zu kopieren, ohne jede neue Formel ändern zu müssen.

Fazit

Zellbezüge und Bezüge im Allgemeinen sind einer der Hauptbestandteile von Excel.

Durch ihren Einsatz kannst du deine Arbeit erheblich vereinfachen und beschleunigen.

Außerdem hilfst du anderen Nutzern, Formeln besser zu verstehen und bei der Erweiterung deiner Formeln diese nicht ändern zu müssen.

Nimm dir also die Zeit und befass dich mit Zellbezügen, du wirst es nicht bereuen.

Am besten du startest mit der Übungsdatei, und den darin enthaltenen Beispielen. Übungsdatei Excel Zellbezug

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Dein Michael, alias Doktor Excel der smarte Excel Problem Löser

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Doktor Excel

Doktor Excel

Heißt eigentlich Michael und arbeitet seit über 10 Jahren privat und beruflich mit Excel. Er hat dabei viele Zeitsparende Arbeitsweisen kennen gelernt und teilweise selbst entwickelt.

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